Maria Saidler

Maria Saidler war eine österreichische Gerechte unter den Völkern.

Die Wiener Witwe Maria Saidler war Wirtschafterin bei der jüdischen Familie Fleischer. Als die Deutschen in Wien einmarschierten und die Nürnberger Gesetze in Kraft traten, musste Maria die Familie Fleischer verlassen, da es arischen Frauen verboten war, bei jüdischen Familien zu wohnen. Maria blieb jedoch weiter mit der Familie in Kontakt, brachte ihnen Nahrungsmittel und half ihnen soweit sie konnte. 1942 sollten Herr und Frau Fleischer sowie eine weitere Gruppe von Juden in das KZ Theresienstadt deportiert werden. Maria bot der Familie Fleischer an, sich bei ihr zu verstecken. Herr und Frau Fleischer lehnten diesen Vorschlag wegen der kranken Frau Fleischer ab.

In den zwei Jahren, in denen sie in Theresienstadt waren, schickte ihnen Maria fortwährend Lebensmittel, um ihre Not zu lindern. Im Oktober 1944 wurden Herr und Frau Fleischer aus Theresienstadt nach Auschwitz überführt und sind dort umgekommen. Einer Bekannten von Familie Fleischer, der jüdischen Witwe Anna drohte eine Deportation nach Polen. Sie wandte sich an Maria Saidler. Maria nahm sie in ihrer Wohnung auf, versteckte sie und sorgte für sie bis zur Befreiung von Wien.

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