Max Braubach

Max Braubach (* 10. April 1899 in Metz; † 21. Juni 1975 in Bonn) war ein deutscher Historiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach dem Schulbesuch in Straßburg studierte Braubach ab 1915 (unterbrochen vom Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg) in Straßburg, Heidelberg, München und Bonn. In München wurde er engagiertes Mitglied der katholischen Studentenverbindung Rheno-Bavaria im KV. Er wurde 1922 an der Universität Bonn bei Aloys Schulte promoviert und habilitierte sich 1924. 1928 erhielt er in Bonn einen Konkordatslehrstuhl, den er bis zu seiner Emeritierung 1967 innehatte. Nachfolger wurde sein Schüler Konrad Repgen. Braubach war 1959/60 Rektor der Universität Bonn. Braubach wurde 1958 die Ehrendoktorwürde der Universität Clermont-Ferrand verliehen.

Max Braubachs Grabstätte

Braubach wurde in einem Ehrengrab auf dem Poppelsdorfer Friedhof in Bonn beigesetzt.

Braubach beschäftigte sich überwiegend mit der Geschichte der frühen Neuzeit (europäische und rheinisch-westfälische Diplomatie- und Politikgeschichte) sowie der Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Sein Opus magnum ist jedoch die fünfbändige Biographie des Prinzen Eugen.

Ehrungen

Schriften

  • Die Bedeutung der Subsidien für die Politik im spanischen Erbfolgekriege, Bonn und Leipzig 1923
  • Geschichte und Abenteuer - Gestalten um den Prinz Eugen, München 1950
  • Der Weg zum 20. Juli 1944, Köln und Opladen 1953
  • Versailles und Wien von Ludwig XIV. bis Kaunitz, Bonn 1952
  • Die Lebenschronik des Freiherrn Franz Wilhelm von Spiegel zum Diesenberg, Münster 1952
  • Maria Theresias jüngster Sohn Max Franz, Wien und München 1961
  • Prinz Eugen von Savoyen, 5 Bände, München 1963–65
  • Kleine Geschichte der Universität Bonn 1818–1968, Bonn 1968
  • Diplomatie und geistiges Leben im 17. und 18. Jahrhundert, Bonn 1969
  • Beethovens Abschied von Bonn, Köln und Opladen 1970
  • Wilhelm von Fürstenberg und die französische Politik im Zeitalter Ludwigs XIV., Bonn 1972

Literatur

  • Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein Bd. 202, 1999.
    (Darin: Konrad Repgen: Max Braubach. Leben und Werk. S. 9–41. Christoph Kampmann: Eine Biographie „alten Stils“? Prinz Eugen und seine Zeit in der historischen Forschung seit 1965. S. 43–62. Rudolf Morsey: Max Braubach und die Zeitgeschichte. S. 63–74. Thomas P. Becker: Bibliographie Max Braubach (1923–1974). S. 75–93. Ders.: Doktoranden von Max Braubach 1930–1973. S. 95–104.)
  • Konrad Repgen: Nachruf Max Braubach. In: Historische Zeitschrift. Bd. 224 (1977), S. 82–91.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952