Maximilian von Catinelli

Maximilian Franz Josef Freiherr von Catinelli (* 18. April 1840 in Görz (Zara); † 24. Oktober 1907 ebenda) war ein österreichischer Offizier (Feldzeugmeister), Festungskommandant von Trient und Inhaber des Infanterieregiments Nr. 96.

Biographie

Der Sohn des königlich britannischen Obersts Carl Ritter (27. Dezember 1854) von Catinelli (* 30. März 1780 in Görz; † 27. Juli 1869 ebenda)[1] wurde 1859 von der k. und k. Technischen Militär-Akademie ausgemustert, und als Leutnant dem 6. Geniebataillon zugeteilt, sodann war er 1864/65 als Hauptmann im Militärgeographischen Institut in Verwendung, machte 1866 im 11. Jägerbataillon am Feldzug gegen Italien mit und wurde wegen seiner Tapferkeit bei der Schlacht von Custozza mit dem Militärverdienstkreuz (KD) ausgezeichnet.[2][3] Catinelli nahm 1869 an der Bekämpfung der Insurrektion Süddalmatiens und 1878 als Major und Bataillonskommandant an der Okkupation Bosniens teil, war 1873–1876 mit der Kartierung Mährens und Ostgaliziens beschäftigt. Mit Rang vom 1. November 1878 avancierte er zum Oberstleutnant bein Generalstab zu Wien, sodann 1882 Oberst im Generalstab, 1882–1887 Direktor der Militärmappierung und Träger des Ordens der Eisernen Krone 3. Klasse (KD).[4][5]

Er avancierte am 4. November 1888 zum Generalmajor und Brigadier, mit Rang vom 1. Mai 1894 Feldmarschalleutnant und Kommandant der 34. Infanteriedivision, 1896 Festungskommandant von Trient, Inhaber des Infanterieregiments Nr. 96, schließlich am 6. Oktober 1901 zu Wien (Diplom 24. Februar 1902 ebenda) Erhebung in den Freiherrenstand[6] und Beförderung zum Feldzeugmeister mit Titel und Charakter (27. April 1901).[7][8]

Nach seiner Pensionierung errichtete er die „Freiherr von Catinelli Stiftung für das Infanterieregiment Nr. 96“ am 17. Mai 1905.[9]

Auch seine beiden Söhne traten in den Militärdienst, wobei einer von ihnen, Maximilian, Flügeladjudant Kaiser Franz Josephs I. wurde.[10]

Literatur

  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser – Teil A, Verlag Justus Perthes, Gotha 1941
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Band 58, Verlag Ostsee, C. A. Starke, Limburg a. d. Lahn 1974
  • Antonio Schmidt-Brentano: „Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918“, Österreichisches Staatsarchiv, 1907
  • http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_C/Catinelli_Maximilian_1840_1907.xml

Einzelnachweise

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Band 58, Verlag Ostsee, C. A. Starke, Limburg a. d. Lahn 1974, S. 258
  2. V. Streffleur: „Österreichische militärische Zeitschrift, VII. Jg., 3. Band, Druck- und Kommissionsverlag Carl Gerold’s Sohn, Wien 1866, S. 57
  3. Kais. königl. Militär-Schematismus - Teil 1, k. k. Hof- und Staastsdruckerei, Wien, Jänner 1871, S. 47
  4. Mitteilungen des Kaiserl. Königl. Militär - Geographischen Institutes, 1883, S. 57
  5. Militär-Schematismus des österreichischen Kaiserthums, K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1878, S. 149
  6. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser – Teil A, Verlag Justus Perthes, Gotha 1941, S. 56
  7. http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_C/Catinelli_Maximilian_1840_1907.xml
  8. Antonio Schmidt-Brentano: „Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918“, Österreichisches Staatsarchiv, 1907, S. 26
  9. Verordnungsblatt für das k. u. K. Heer: Normal-Verodnungen, Band 50, K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1909, S. 115
  10. http://www.weltkriege.at/Oberbefehl/oberbefehl.htm