Michael Sandhofer

Michael Sandhofer (* 7. Juli 1907 in Purbach am Neusiedler See; † 25. September 1984 ebd.) war ein österreichischer Politiker (ÖVP) und Landwirt in Purbach. Sandhofer war verheiratet und von 1949 bis 1960 Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag.

Sandhofer wurde als Sohn des Landwirts Matthias Sandhofer aus Purbach geboren und besuchte die Volks- und Bürgerschule Kapuvár beziehungsweise Eisenstadt. Beruflich war Sandhofer als Landwirt tätig. Er wurde 1957 zum Ökonomierrat ernannt.

Sandhofer begründete den Reichsbund der Katholischen Jugend mit und war bis 1933 dessen Obmann. Ab 1935 war er als Gemeinderat in Purbach aktiv, wurde 1933 zum Ortsparteiobmann der Christlichsozialen Partei gewählt und führte zwischen 1933 und 1938 die Vaterländische Front in Purbach an. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Sandhofer zwischen 1940 und 1945 in die deutsche Wehrmacht eingezogen.

Nach dem Ende des Krieges war Sandhofer ab 1945 Mitglied der ÖVP und wurde erneut Gemeinderat. Zwischen 1950 und 1962 hatte er das Amt des Bürgermeisters von Purbach inne. Er war zudem von 1947 und 1958 Kammerrat in der Burgenländischen Landwirtschaftskammer und zwischen 1949 und 1971 Obmann der Raiffeisen- und Lagerhausgenossenschaft Eisenstadt und Umgebung.

Literatur

  • Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. II. Teil (1945–1995). Eisenstadt 1996 (Burgenländische Forschungen; 76), ISBN 3-901517-07-3.