Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade

Die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade oder auch kurz MEMO gilt als der Nachfolger des Österreichisch-Polnischen Mathematikwettbewerbs (ÖPMW) und ist ein staatenübergreifender Mathematikwettbewerb.

Die MEMO wurde 2007 erstmals in Österreich in Eisenstadt im Burgenland in Österreich abgehalten. Teilgenommen haben die mitteleuropäischen Länder Kroatien, Österreich, Polen, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien und Tschechien. Deutschland und Ungarn schickten, obwohl startberechtigt, zunächst lediglich einen Beobachter.[1]

Seither findet die MEMO nun jährlich statt. 2008 wurde die 2. Auflage in Olomouc in Tschechien durchgeführt. Im September 2009 fand die 3. MEMO in Poznań in Polen statt. Die 4. Auflage gab es schließlich in Strečno unweit von Žilina in der Slowakei. In Strečno wurde von der kroatischen Teamleiterin eine Einladung zur 5. MEMO 2011 nach Varaždin in Kroatien ausgesprochen.

Inhaltsverzeichnis

Regeln

Jedes teilnehmende Land darf bis zu sechs Schüler zur MEMO entsenden. Dabei gelten zwei Einschränkungen. Erstens darf keiner der Schüler im selben Jahr an der IMO teilgenommen haben. Zweitens muss er im Folgejahr noch die prinzipielle Möglichkeit zur Teilnahme an der IMO haben.

Auswahlverfahren

In Deutschland bilden die sechs besten Teilnehmer der Stufen 10 und 11 am Förderprogramm Jugend trainiert Mathematik (JuMa), sofern sie nicht im selben Jahr an der Internationalen Mathematik-Olympiade teilnehmen, die Mannschaft für die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade.

Sieger

Es gibt jeweils sowohl einen Einzel- und auch einen Mannschaftswettbewerb. Jeder Schüler schreibt am ersten Wettkampftag eine 4,5-stündige Individualklausur. Am Folgetag steht dann die ebenfalls 4,5-stündige Teamklausur auf dem Programm.

Bei der 1. MEMO siegte im Mannschaftswettbewerb

  • Polen vor
  • Kroatien und
  • Tschechien.

Bei der 2. MEMO gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen:

  • Polen,
  • Ungarn und
  • Deutschland

erhielten im Mannschaftswettbewerb die volle Punktzahl. Im Einzelwettbewerb erreichten drei Ungarn, ein Pole und ein Deutscher (Bertram Arnold) die volle Punktzahl und erhielten dafür eine Goldmedaille.

Bei der 3. MEMO im Jahre 2009 siegte wiederum

  • Polen, jedoch vor
  • Ungarn und
  • Deutschland.

Neben drei Ungarn, zwei Polen und einem Slowaken erhielt, mit der zweitbesten Punktzahl, auch ein Deutscher eine Goldmedaille (Fabian Gundlach).

Bei der 4. MEMO schnitt die deutsche Mannschaft wiederum sehr gut ab. Den Mannschaftswettbewerb gewann Ungarn vor Polen und Deutschland. Im Einzelwettbewerb stellte Deutschland den viert- und den fünftbesten Teilnehmer des gesamten Wettbewerbs.

Bei der 5. MEMO im Jahre 2011 siegte wie zwei Jahre zuvor Polen vor Ungarn und Deutschland. Neben drei Polen und zwei Ungarn erhielt, mit der drittbesten Punktzahl, auch ein Deutscher eine Goldmedaille (Dominik Duda).

Einzelnachweise

  1. http://burgenland.orf.at/stories/222920/

Weblinks