Norbert Bischoff (1894–1960)

Norbert Bischoff (* 26. November 1894 in Wien; † 30. Juni 1960 ebenda) war ein österreichischer Botschafter.

Leben

Norbert Bischoff trat 1920 in den auswärtigen Dienst und wurde am Ballhausplatz in der Abteilung Politik beschäftigt. 1929 leitete er im Rang eines Konsuls die Abteilung 13.[1] Von 1930 bis 1933 war er an der Botschaft in Ankara beschäftigt, wo er 1933 als Geschäftsträger fungierte. Von 1933 bis 1938 wurde er in Paris beschäftigt. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde er entsprechend dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den Ruhestand versetzt und emigrierte nach Frankreich.

Für den 16. April 1945 berief er mit Franz Sobek mittels Anschlag auf dem Tor des Bundeskanzleramtes am Ballhausplatz eine Versammlung der in Wien weilenden Beamten ein. Damit nahm er offiziell das Gebäude des Bundeskanzleramtes wieder in österreichischen Besitz.

1946 war Bischoff Vertreter der österreichischen Regierung bei der Regierung in Paris.[2]

Von 1947 bis 1953 war er politischer Vertreter und vom 27. Juli 1953 bis 1960 Botschafter in Moskau. In dieser Zeit entstand der Österreichische Staatsvertrag.[3]Sein Nachlass an Büchern befindet sich im Österreichischen Ost- und Südosteuropa-Institut Josefsplatz 6 in Wien.

Veröffentlichungen

  • Die politische Vorbereitung des Staatsvertrages, in Die Furche vom 4. Juni 1955 S. 1
Vorgänger Amt Nachfolger
August Kral österreichischer Geschäftsträger in Ankara
1933
Karl Buchberger
Otto Günther (1884–1970) Vertreter der österreichischen Regierung in Paris
1946
Heinrich Schmid (1888–1968)
Karl Braunias österreichischer Botschafter in Moskau
1947 bis 1960
Heinrich Haymerle

[4]

Einzelnachweise

  1. Arnold Suppan, Jugoslawien und Österreich 1918-1938: Bilaterale Aussenpolitik im europäischen Umfeld, S. 326
  2. Commerce and industry, Issues 159-176, 1946
  3. Der Spiegel, 23. März 1955, ÖSTERREICH/INTERNATIONALES, Der Pferdefuß
  4. aeiou.at: Bischoff, Norbert