Obernberger Seebach

Obernberger Seebach
Obernberger Ache (früher)
Obernberger Seebach mit Fradermühle

Obernberger Seebach mit FradermühleVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Österreich, Tirol
Flusssystem DonauVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_falsch
Abfluss über Sill → Inn → Donau → Schwarzes Meer
Quelle südwestlich vom Brennerpass
46° 58′ 22″ N, 11° 23′ 43″ O46.97285911.3953271906
Quellhöhe 1906 m ü. A.[1]
Mündung in Gries am Brenner in die Sill47.03696862448711.4792001247411174Koordinaten: 47° 2′ 13″ N, 11° 28′ 45″ O
47° 2′ 13″ N, 11° 28′ 45″ O47.03696862448711.4792001247411174
Mündungshöhe 1174 m ü. A.[1]
Höhenunterschied 732 m
Länge ca. 11 km[1]
Einzugsgebiet 58 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Gries am Brenner[2]
AEo: 58,3 km²
NNQ (15.01.1979)
MQ 1951-2009
Mq 1951-2009
HHQ (21.06.2007)
210 l/s
1,9 m³/s
32,6 l/s km²
22,6 m³/s
Rechte Nebenflüsse Frader Bach
Linke Nebenflüsse Hinterennsbach
Durchflossene Seen Obernberger See
Gemeinden Obernberg am Brenner, Gries am Brenner

Der Obernberger Seebach ist ein Bach in Tirol mit einer Länge von rund 11 km. Er entspringt den Stubaier Alpen am Alpenhauptkamm südwestlich vom Brennerpass. Anfangs fließt er nach Norden, durchfließt den Obernberger See und wendet sich dann nach Nordosten. Der Bach durchfließt das Obernberger Tal, passiert den Ort Obernberg am Brenner und mündet bei Gries am Brenner in die Sill.

Der mittlere Abfluss am Pegel Gries am Brenner, 60 m oberhalb der Mündung, beträgt 1,9 m³/s, was einer Abflussspende von 32,6 l/s·km² entspricht. Der Bach weist ein nivales Abflussregime mit moderater Amplitude auf. Das Abflussmaximum im Juni beträgt gut das Fünffache des Minimums im Februar.[2] Früher war der Bach wegen Hochwasser gefürchtet, an gefährlichen Stellen wurde er jedoch begradigt, seine natürliche Umgebung aber nur unwesentlich verändert.

Der Obernberger Seebach versorgt Obernberg und Umgebung mit Trinkwasser. Ab dem breiteren Mittellauf leben in ihm zahlreiche Fische wie z. B. Regenbogenforellen und Elritzen. Die Gewässergüteklasse beträgt durchwegs Stufe I.

Die Wasserkraft des Baches wird seit vielen Jahrhunderten genutzt, wovon mehrere alte Mühlen in Obernberg (Fradermühle, Michelsmühle, Alte Kirchensäge) zeugen. In Vinaders und Gries befinden sich zwei Kraftwerke, die zusammen rund 8 GWh Strom pro Jahr erzuegen.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c TIRIS – Tiroler Raumordnungs‐ und Informationssystem
  2. a b Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2009, Wien 2011, S. OG 100 (PDF)
  3. Gries am Brenner: E-Werk der Gemeinde Gries am Brenner