Oliver Marchart

Oliver Marchart (* 1968 in Wien[1]) ist ein österreichischer[2] politischer Philosoph.

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Leben und Wirken

Marchart absolvierte ein Studium der Philosophie an der Universität Wien, außerdem studierte er politische Theorie und Diskursanalyse an der University of Essex.

Im Jahr 1999 erfolgte seine Promotion in Philosophie an der Universität Wien. 2003 erfolgte eine weitere Promotion im englischsprachigen Raum zum Thema «Politics and the Political. An Inquiry into Post-Foundational Political Thought». Étienne Balibar gehörte zu den Begutachtern dieser Arbeit.

In den Jahren 2001 bis 2006 war er als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Medienwissenschaften der Universität Basel tätig. Seit Juli 2006 hat er eine Förderungsprofessor des Schweizerischen Nationalfonds am Soziologischen Seminar der Universität Luzern inne.

Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten gehören unter anderem Philosophie und Sozialtheorie sowie Poststrukturalismus.

Marchat ist auch als Übersetzer und Herausgeber aktiv. So erschien 2002 das Buch Emanzipation und Differenz von Ernesto Laclau unter seiner Regie. Auch Werke von Chantal Mouffe wurden von ihm ins Deutsche übersetzt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Als Autor

  • Neu beginnen: Hannah Arendt, die Revolution und die Globalisierung, Wien 2005.
  • Cultural Studies, Stuttgart 2007.
  • Die politische Differenz: Zum Denken des Politischen bei Nancy, Lefort, Badiou, Laclau und Agamben, Berlin 2010.

Als Herausgeber

  • zusammen mit Simon Critchley: Laclau: A Critical Reader, London 2004.
  • zusammen mit Rupert Weinzierl: Stand der Bewegung? Protest, Globalisierung, Demokratie eine Bestandsaufnahme, Münster 2006.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Rezensionen zu Werken von Oliver Marchart bei perlentaucher.de, abgerufen am 19. Februar 2012.
  2. Tania Martini: Marx-Kongress in Berlin: Ein Elend der Philosophie. In: taz.de. 23. Mai 2011, abgerufen am 19. Februar 2012.