Otto Wiesner

Otto Wiesner (* 14. August 1910 in Hamborn; † 1. Februar 2006 in Potsdam) war ein deutscher Kommunist und NS-Opfer sowie Schriftsteller.

Leben

Wiesner wurde wegen seiner Mitgliedschaft und Aktivitäten in der Kommunistischen Partei Deutschlands 1934 von der Gestapo verhaftet. 1936 wurde er wegen Hochverrats zu sieben Jahren Gefängnis und zu acht Jahren Ehrverlust verurteilt. Otto Wiesner wurde in das Konzentrationslager Sachsenhausen und später in das Konzentrationslager Mauthausen in Oberösterreich verschleppt. Erst 1945 wurde er bei dem Einmarsch der US-Armee befreit.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges engagierte er sich beim Neuaufbau einer neuen politischen Ordnung in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone. Er gehörte zu den Gründern antifaschistischer bzw. sozialistischer Jugendausschüsse. Wiesner war Mitglied der SED und Landesvorsitzender der FDJ in Brandenburg.

Wiesner war Abgeordneter des ersten brandenburgischen Landtages nach dem Krieg und dort Vorsitzender des Jugendausschusses.

Seit 1960 war er zudem als freier Schriftsteller tätig und kämpfte gegen nationalsozialistisches Denken. Er hielt an seiner kommunistischen Überzeugung fest.

Am 9. November 2005 wurde er mit einem Ehreneintrag ins Goldene Buch Potsdams geehrt.

Weblinks