Parov Stelar

Parov Stelar 2008 in Erding
Parov Stelar 2008 in Erding
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Coco
  AT 65 09.10.2009 (2 Wo.) [1]
The Princess
  AT 4 04.05.2012 (22 Wo.)
  DE 35 04.05.2012 (… Wo.)
  CH 9 06.05.2012 (… Wo.)
Singles
The Phantom
  AT 69 09.07.2010 (1 Wo.) [1]
Jimmy’s Gang
  AT 43 30.03.2012 (1 Wo.) [1]
Nobody’s Fool (feat. Cleo Panther)
  AT 60 04.05.2012 (2 Wo.) [1]

Parov Stelar (* 27. November 1974 in Linz, Oberösterreich als Marcus Füreder) ist ein österreichischer DJ und Produzent im Bereich Jazz, House, Electro und Breakbeat. Der Musikstil seiner eigenen Produktionen ist eine Mischung aus Jazz, House und Downbeat. Parov Stelar ist einer der Pioniere des Electroswing.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Nach ersten Veröffentlichungen unter dem Pseudonym Plasma oder seinem bürgerlichen Namen in den Jahren 2001 und 2002 bei Bushido Recordings gründete Marcus Füreder 2003 mit Etage Noir Recordings in Linz sein eigenes Label, bei dem er seither als Parov Stelar veröffentlicht.[2] 2004 gelang ihm mit der EP KissKiss und dem wenig später folgenden Album Rough Cuts bereits der Durchbruch. Der Radiosender FM4 präsentierte die gleichnamigen Titel der allesamt im Jahr 2004 erschienenen EPs Kiss Kiss, Move On und Wanna Get zuerst in der House-Sendung High Spirits und übernahm sie in der Folge auch ins Tagesprogramm. Soulseduction übernahm, wie auch bei den folgenden Alben, den Weltvertrieb und war seinen eigenen Angaben zufolge neben FM4 eine wesentliche Stütze, die zum Erfolg des Debütalbums beigetragen hat.[2] Das zur selben Zeit erschienene Album sorgte dann auch international für positive Rezensionen, wobei sein Konzept, „Jazztraditionen in sanft gebrochene Rhythmik zu sampeln“ mitunter als Nu Jazz mit Ähnlichkeiten zum Stil Mr. Scruffs beschrieben wurde.[3]

Ein Jahr später, 2005, folgte sein zweites Album Seven and Storm. Mit dem dritten Album Coco setzte Parov Stelar 2009 sein Konzept erfolgreich um, Titel, die einem melancholisch optimistischen Motiv folgen, ohne sich dabei dem Mainstream anzubiedern, mit Titeln, die für den Dancefloor prädistiniert sind, auf einem Doppelalbum zu veröffentlichen. Im April 2012 veröffentlichte Parov Stelar mit The Princess sein viertes Album, das wiederum zwei Teile beinhaltet.

Musikstücke des ehemaligen Grafikers (Ausbildung für Angewandtes Design an der UFG Linz) sind auf mittlerweile über 700 verschiedenen Compilations zu hören, unter anderem auch auf zwei FM4-Soundselections. International bekannt wurde Parov Stelar auch durch die mit seiner Musik unterlegten Werbespots. Bei der Verbreitung seiner Musik spielte auch das Internet eine entscheidende Rolle. Seine mittlerweile weltweite Anhängerschaft hat die in Vielzahl vorhandenen Music- oder Videoclips bisher mehr als 35 Millionen Mal aufgerufen. Aktuell ist der Electro-Swing-Titel "Catgroove" in der Videoversion von TSC Forsythe, einem australischen Tänzer, auf You Tube bereits 12 Millionen Mal abgespielt worden.

Im November 2005 trat Parov Stelar zum ersten Mal mit Live-Band auf. Es folgten seither ausverkaufte Konzerte in zahlreichen Städten Europas, Auftritte bei diversen Festivals und bei Freiluftkonzerten, sowie in Istanbul und Mexiko-Stadt. Die Live-Band besteht aus vier Musikern (Schlagzeuger, Bassist, Saxophonist und Trompeter) und einer Sängerin. Parov Stelar sorgt für das Programming und steuert die Auftritte vom DJ-Pult aus. Aktuell ist die Parov Stelar Band auf der "The Princess Tour 2012" unterwegs. Im Dezember 2012 tritt das Parov Stelar Trio in den USA auf (New York, Los Angeles, San Franciso).

2005 und 2006 war er für den Amadeus Award in der Kategorie FM4 Alternative Act nominiert. 2006 trat Parov Stelar auf dem Jazzfest Wiesen auf. 2010 trat er am Urban Art Forms Festival (ebenfalls in Wiesen) auf.

Parov Stelar beim Amadeus Award 2012

2012 erreichte er mit seinem Doppelalbum The Princess, das „Extravaganz als Genuss“[4] verspricht, erstmals die deutschen und die niederländischen Charts. Beim Amadeus Award 2012 wurde er in der Kategorie Electronic/Dance ausgezeichnet.

Parov Stelar ist mit der Sängerin Lilja Bloom verheiratet und hat mit ihr ein gemeinsames Kind.

Diskografie

Sämtliche Veröffentlichungen unter dem Namen Parov Stelar, sofern nicht anders angegeben.

Alben

  • 2001: Shadow Kingdom LP (2x12" Vinyl & CD, Bushido Recordings, als Plasma)
  • 2004: Rough Cuts (CD, Etage Noir Recordings)
  • 2005: Seven and Storm (CD, Etage Noir Recordings)
  • 2007: Shine (CD, Etage Noir Recordings)
  • 2008: Daylight (CD, Rambling Records)
  • 2009: That Swing (CD, Etage Noir Recordings)
  • 2009: Coco (Doppel-CD, Etage Noir Recordings)
  • 2010: The Paris Swing Box (Etage Noir Recordings)
  • 2012: The Princess (Doppel-CD, Etage Noir Recordings)

EPs

  • 2001: Shadow Kingdom EP (12" Vinyl, Bushido Recordings, als Plasma)
  • 2002: Lo Tech Trash (12" Vinyl, Bushido Recordings, als Marcus Füreder)
  • 2004: KissKiss (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2004: Move On! (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2004: Wanna Get (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2004: Primavera (12" Vinyl, Auris Recordings)
  • 2005: Music I Believe In (12" Vinyl, ~Temp Records, als Marcus Füreder)
  • 2005: A Night in Torino (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2005: Spygame (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2006: Parov Stelar EP (12" Vinyl, Big Sur)
  • 2006: Charleston Butterfly (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2007: Jet Set EP (12" Vinyl, Etage Noir Special)
  • 2007: Sugar (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2008: The Flame of Fame (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2008: Libella Swing (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2009: Monster (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2009: Coco EP (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2010: The Phantom EP (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2010: The Paris Swingbox EP (Etage Noir Recordings)
  • 2011: La Fête EP (Etage Noir Recordings)
  • 2012: Jimmy's Gang EP (Etage Noir Recordings)

Singles

  • 2000: Synthetica/Stompin' Ground (12" Vinyl, Bushido Recordings, als Marcus Füreder)
  • 2001: Guerrilla (12" Vinyl, Bushido Recordings, als Marcus Füreder)
  • 2004: Get Up on Your Feet (12" Vinyl, Sunshine Enterprises)
  • 2005: Faith (Maxi-CD, Etage Noir Recordings)
  • 2005: Kiss me twice (Maxi-CD, Etage Noir Recordings)
  • 2007: Rock For / Love (12" Vinyl, Etage Noir Recordings)
  • 2007: Shine (Maxi-CD, Etage Noir Recordings)

Musikvideos

  • 2005: Seven (Regie: Sigrid Reinhardt, enthalten auf dem Album Seven and Storm)
  • 2007: Love (Regie: System Jaquelinde, enthalten auf dem Album Shine)
  • 2007: Shine (Regie: System Jaquelinde, enthalten auf dem Album Shine)
  • 2008: Matilda (Regie: System Jaquelinde)
  • 2009: Let's Roll (Regie: Antonin Pevny & Sinisa Vidovic)
  • 2009 Coco (Regie: Antonin Pevny)
  • 2010: Coco Remix (Backstage in St. Petersburg, RU: Gerd Schneider)
  • 2010: Catgroove (TSC - Forsythe)
  • 2010: The Phantom (Regie, Motion Designer & Schnitt: Markus Seisenbacher)
  • 2012: Jimmy´s Gang (Idea, direction and artwork: Alexandra Kardinar and Volker Schlecht "Drushba Pankow")
  • 2012: Nobody's Fool (Idea, direction and artwork: Alexandra Kardinar and Volker Schlecht "Drushba Pankow")
  • 2012: Nobody's Fool (Directed, filmed and postproduced by Florian Schwarz & Manuel Knoflach)
  • 2012: The Princess (Regie: System Jaquelinde)

Quellen

  1. a b c d e Chartdiskografie Österreich
  2. a b Christian Rösner: P. Stelar und der ewige Arbeitsfluss. Wiener Zeitung, 5. November 2005
  3. Parov Stelar – Rough Cuts: Reviews. Frankfurter Rundschau, Oktober 2004
  4. Parov Stelar – CD der Woche: Extravaganz als Genuss Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Mai 2012

Weblinks