Recht ist ein 'Prozeß'. Über Kafkas Rechtsphilosophie

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Recht ist ein 'Prozeß'. Über Kafkas Rechtsphilosophie ist eine rechtsphilosophische Monographie von Janko Ferk, die im Jahr 1999 im Verlag Manz in Wien erschienen ist[1]

Janko Ferk, der neben seinem Beruf als Richter als Schriftsteller tätig ist, hat sich in seiner Arbeit einer bisher unerforschten Thematik zugewandt, der Untersuchung des rechtsphilosophischen und -theoretischen Gehalts in Franz Kafkas Prozess und anderen Werken.

Der Autor musste dabei rechtliche Konnotationen aus einem literarischen Sujet in die Sprache beziehungsweise Begrifflichkeit rechtswissenschaftlicher Grundlagentheorie transkribieren und gleichzeitig der Logik der literarischen Vorlage gerecht werden. Gerhard Luf, Professor am Institut für Rechtsphilosophie und Rechtstheorie, Universität Wien, schrieb Ferk sei dies gelungen, weil er „zwei Wissenschaften in ihrer spezifischen Methodik beherrscht und verknüpft“.

Der Autor beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte des Prozesses, seinen biographischen und historischen Hintergründen sowie seiner Wirkungsgeschichte.

Im Hauptteil des Buchs geht Ferk auf die rechtlichen Begriffe im Prozess und in anderen epischen Werken ein. Besonderes Augenmerk legt er auf die Begriffe „Recht“, „Unrecht“ und „Gerechtigkeit“ sowie „Gerichtsbarkeit“ und „Gericht“.

Ferk erarbeitet eine sprachlich-rechtliche Analyse der Texte Kafkas und widmet den Rechtsberufen ein eigenes Kapitel. Die Rollen des Richters und Advokaten werden besonders durchleuchtet.

Das Buch Recht ist ein ’Prozeß‘ ist die erste tiefgehende Untersuchung der Texte Kafkas aus der Perspektive des Juristen. Es wurde umfangreich und weltweit rezensiert, wobei zahlreiche Beiträge in österreichischen, bundesdeutschen, britischen sowie US-amerikanischen Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind. Zu den prominentesten Rezensenten zählen Ralf Dreier in der Neuen Juristischen Wochenschrift und Ritchie Robertson in Modern Language Review.

Das Buch erschien im Original bisher in zwei Auflagen, des Weiteren im Jahr 2007 in slowenischer und 2010 in kroatischer Übersetzung.

Einzelnachweise

  1. Zweite Auflage, Edition Atelier, Wien, 2006; slowen. Übersetzung, Založba Gospodarski vestnik, Ljubljana 2007.