Reinhard von Gemmingen-Hornberg (1710–1775)

Reinhard von Gemmingen-Hornberg (1710–1775)

Reinhard von Gemmingen-Hornberg (* 1710; † 27. November 1775 in Kochendorf) war Feldmarschall-Lieutenant in der kaiserlichen Armee und Lehensträger zu Kochendorf.

Leben

Reinhard war der ältere Sohn des Reinhard von Gemmingen-Hornberg (1677–1750). Noch bevor er 18 Jahre alt war, trat er in die kaiserliche Armee ein und kämpfte in zahlreichen Feldzügen. 1739 wurde er Major im Regiment Gaisrück, 1745 Obrist und Kommandeur des Regiments, das von 1769 bis 1775 den Namen Gemmingen führte. 1755 wurde er zum Generalwachtmeister befördert. 1757 geriet er in Breslau in Kriegsgefangenschaft, kam durch Gefangenentausch jedoch rasch wieder frei. In der Schlacht von Hochkirch machte er sich am 14. Oktober 1758 im Kampf gegen preußische Truppen verdient und wurde daraufhin mit dem Militär-Maria-Theresia-Orden ausgezeichnet. Am 17. Februar 1759 wurde er zum Feldmarschall-Lieutenant befördert.

Er war verheiratet mit Sophia Friederica vom Stein (1715–1776), einer Tante des Freiherren vom und zum Stein. Nach dem Tod seines Bruders Eberhard August von Gemmingen-Hornberg (1717–1758) war Reinhard alleiniger Inhaber des Burglehens in Kochendorf. 1767 verlieh ihm Kaiser Joseph II. nochmals zwei Drittel am Blutbann über Kochendorf. Er verstarb 1775 und wurde in der Kirche von Neckarzimmern beigesetzt.

Nachkommen

Aus der Ehe mit Sophia Friederica gingen neun Kinder hervor, von denen jedoch nur drei das Erwachsenenalter erreichten:

  • Reinhard (1744–1772) war zunächst Benediktiner in Fulda, später kurz beim Militär, dann im Bergbau tätig
  • Franz Karl Friedrich (1747–1814) folgte dem Vater in der Lehensnachfolge
  • Franziska Dorothea (1750–1781) blieb unvermählt

Literatur