Ressel Orla

Ressel Orla auf einer Fotografie von Nicola Perscheid.

Ressel Orla (* 18. Mai 1889[1] in Bozen; † 23. Juli 1931 in Berlin; gebürtig Therese Ochs) war eine österreichische Schauspielerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Sie begann ihre Karriere 1907 am Metropoltheater von Hannover. Danach blieb sie vorerst in Hannover und spielte am dortigen Deutschen Theater und an der Schauburg. Dann war sie bis April 1911 in Düsseldorf tätig und im Mai 1912 in Bad Nenndorf.

Anschließend kam sie nach Berlin, wo sie im Fach der Salondame am Residenztheater auf sich aufmerksam machte. Hier wurde sie von Walter Turszinsky entdeckt, der für sie das Drehbuch zu dem Film Die Firma heiratet schrieb. Mehrmals arbeitete sie in den folgenden Jahren mit dem Schauspieler und Regisseur Ernst Lubitsch zusammen. Ihre wohl bedeutendste Rolle war 1919 die der Lio Sha in Fritz Langs Zweiteiler Die Spinnen. Wegen einer schweren Krankheit, die schließlich zu ihrem Tod führte, musste sie 1929 ihren Beruf aufgeben.

Filmografie

  • 1913: Radium
  • 1914: Die Firma heiratet
  • 1915: Blindekuh
  • 1915: Ein Wiedersehen in Feindesland
  • 1915: Der Krieg brachte Frieden
  • 1915: Der Onkel aus Amerika
  • 1915: Fürst Seppl
  • 1916: Hoffmanns Erzählungen
  • 1916: Der Sekretär der Königin
  • 1916: Ein Blatt Papier
  • 1916: Gräfin Lukani
  • 1917: Graugräfin Fifi
  • 1917: Die Faust des Schicksals
  • 1917: Musketier Kaczmarek
  • 1918: Arme Lena
  • 1918: Das Glück der Frau Beate
  • 1918: Die Frauen des Josias Grafenreuth
  • 1918: Das Todestelephon
  • 1918: Die Krone des Lebens
  • 1918: Die Sünde
  • 1918: Genie und Liebe
  • 1919: Marionetten des Hasses
  • 1919: Insel der Glücklichen
  • 1919: Halbblut
  • 1919: Wolkenbau und Flimmerstern
  • 1919: Die Spinnen (2 Teile)
  • 1920: Anständige Frauen
  • 1920: Die Sippschaft
  • 1920: Des Teufels Krallen
  • 1920: Narrentanz der Liebe
  • 1920: Der langsame Tod
  • 1920: Die Augen der Welt
  • 1920: Die Wölfin
  • 1920: Das Götzenbild der Wahrheit
  • 1920: Im Banne des Andern
  • 1921: Die rote Redoute
  • 1921: Monte Carlo
  • 1921: Das Haus der Qualen
  • 1921: Hazard
  • 1921: Das Mädchen, das wartet
  • 1921: Das Mädel von Piccadilly
  • 1921: Die Beute der Erinnyen
  • 1921: Die Lou vom Montmartre
  • 1921: Pariserinnen
  • 1921: Satansketten
  • 1922: Lebenshunger
  • 1923: Frau Schlange
  • 1923: Inge Larsen
  • 1923: Die Kette klirrt
  • 1926: Die rote Maus
  • 1926: Die dritte Eskadron
  • 1926: Frauen, die den Weg verloren
  • 1926: Die Abenteuer eines Zehnmarkscheines
  • 1927: Elternlos
  • 1927: Das gefährliche Alter
  • 1929: Lockendes Gift
  • 1929: Es war einmal ein treuer Husar

Anmerkungen

  1. Geburtsdatum laut Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3. Die meisten Biografien nennen „1889“ als Geburtsdatum, IMDb dagegen den 12. Dezember 1898.

Weblinks

 Commons: Ressel Orla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien