Richard Gach

Richard Gach (* 31. Oktober 1930 in Salzburg; † 25. Dezember 1991 in Gars am Kamp) war ein österreichischer Architekt, Zeichner und Aquarellist.

Leben und Werk

Richard Gach kam als Sohn des Bahnbediensteten Johann und der Johanna Gach zur Welt. 1956 heiratete er Johanna Henke, die Tochter des Chemikers Richard Henke (1900-1963)[1] und von Adelele Havlicek. Dieser Ehe entsprangen drei Kinder; seine Tochter war mit dem Künstler Helmuth Gräff verheiratet. Einer seiner Enkelsöhne ist der Mathematiker Florian Gach, der Mitarbeiter an der Universität Wien sowie am Statistik Labor der Cambridge University ist.[2]

Gach begann nach der Matura an der Salzburger HTL für Hochbau 1949 bei  Lois Welzenbacher Architektur an der Akademie der bildenden Künste zu studieren. Seine Studienzeit verbrachte er mit Gustav Peichl, Friedrich Achleitner, Johann Georg Gsteu, Wilhelm Holzbauer und Hans Puchhammer, der sein Treuzeuge war.[3] Er unterhielt auch Freundschaft zu dem Maler Markus Prachensky. Noch als Student wurde Gach von Roland Rainer als Mitarbeiter bei der Planung der Wiener Stadthalle herangezogen; Richard Gach baute das maßstabsgetreue Modell der Stadthalle. Nach seinem Diplom zum Mag. arch.

1955 arbeitete er im Architekturbüro Wilhelm Hubatsch.Gach war es ein Anliegen zeitgemäße Architektur, auch im Kontext des Kirchenbaus, zu bauen. Mit diesem Zugang plante er 1956 gemeinsam mit Robert Posch den Kirchenbau von Rigau bei Abtenau. Die Verwircklichung scheiterte aber an der Pinzgauer Behörde; die Wochenpresse titelte darüber dass das Planen landesüblich (dh traditionell) endete.[4][5]

1958 machte er sich selbstständig um als freier Architekt in Wien tätig zu werden. Richard Gach war oftmaliger Gewinner bei Bauauschreibungen und als Planer intensiv in den Wiener Schulbau involviert. Als seine Werke sind hierbei stellvertretend das Bundesgymnasium Amerlingstraße sowie das Hernalser Gymnasium Geblergasse zu nennen. Die von Gach entworfene Gangschule mit 24 Klassen und zwei Turnsälen entstammt dem Dunstkreis der Schulkonzepte von Hubatsch, der in den sechziger Jahren den österreichischen Schulbau zu reformieren versuchte. Mitte der 1960er Jahre plante er das Bundesministerium für Bauten und Technik.[6] Außerhalb Wiens, in Niederösterreich, plante er in den 1960er und 70er Jahren die Aufbahrungshalle in Orth an der Donau und die Mistelbacher Sparkasse. Auch im Schulbau war er in seinem späteren Altersdomiszil Gars am Kamp und in Horn tätig. Stellvertretend ist hierbei der Neubau des Horner Gymnasiums zu nennen. Neben seiner architektonischen Tätigkeit war Richard Gach als Zeichner und Aquarellist im In- und Ausland tätig.

Richard Gach ist im Jahr 1991 verstorben. 2011 wurde sein Nachlass bestehend aus Architekturzeichnungen- und aquarellen versteigert.[7]

Einzelnachweise

  1. Google Buchsuche: Österreichische Ingenieur-Zeitschrift, Band 6, S. 442
  2. Homepage of Dr. Florian Gach, University of Vienna
  3. Google Buchsuche: Die Architektur und ich: eine Bilanz der österreichischen Architektektur ... S. 147. Von Roland Rainer
  4. Nachbildung und moderate Moderne S. 17 (PDF)
  5. Google Buchsuche: LP Architektur: Bauten und Projekte 2000-2007. S. 9
  6. Google Buchsuche: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert: ein Führer in drei Bänden, Band 3, Teil 2, S. 186
  7. mehr - Waldviertelnews.at