Robert Holzer (Sänger)

Robert Holzer (* 8. Mai 1963 in Waldhausen, Oberösterreich) ist ein österreichischer Opernsänger (Bass).

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Leben

Holzer studierte an der Bruckneruniversität Linz bei Gertrud Schulz und am Mozarteum Salzburg bei Rudolf Knoll. Seine Karriere begann mit einem ersten Preis beim Bundesjugendwettbewerb von Österreich und seinem Debüt an der Wiener Kammeroper. Danach war er Ensemblemitglied am Stadttheater Bern und es folgten internationale Gastverträge.

1991 debütierte er an der Wiener Staatsoper und von 1996 bis 2000 war er als erster seriöser Bass am Nationaltheater Mannheim tätig. Sein Repertoire umfasst im italienischen und deutschen Fach, von Figaro (Le nozze di Figaro), Philipp (Don Carlos), Sarastro (Die Zauberflöte), Rocco (Fidelio), La Roche (Capriccio) bis Baron Ochs (Der Rosenkavalier). Holzer interpretiert außerdem das Wagner-Fach mit Partien wie Landgraf (Tannhäuser), Gurnemanz (Parsifal), Fasolt und Hunding (Der Ring des Nibelungen) sowie König Heinrich (Lohengrin), welchen er in der Regie von Peter Konwitschny am Gran Teatre del Liceu in Barcelona sang.

Holzer hatte Auftritte in Amsterdam, Athen, Buenos Aires, Brüssel, Catania, Lissabon, Madrid, Metropolitan Theatre Seoul, Palermo, Rom, Santiago de Chile und Wexford Festival. Er arbeitete mit den Dirigenten Sylvain Cambreling, Adam Fischer, Rafael Frühbeck de Burgos, Leopold Hager, Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Jan Latham-König, Jun Märkl, Peter Schneider, Michael Schoenwandt, Horst Stein, Pinchas Steinberg, Marcello Viotti, Lothar Zagrosek, Hans Wallat und Franz Welser-Möst. Außerdem war er Gast bei internationalen Festivals und Konzertsälen von Amsterdam, Berlin, Madrid, München, Salzburg, Warschau, Wien, Zürich, New York und Japan, wo er zuletzt 2009 die 8. Sinfonie von Gustav Mahler mit dem New Japan Philharmonic Orchester sang. Holzer konzertierte mit den Wiener Symphonikern, dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, dem Orquesta Nacional de España, dem London Philharmonic Orchestra und den Berliner Philharmonikern.

Seit der Saison 2006/2007 lehrt Holzer an der Anton Bruckner Universität Linz in den Interpretationsfächern Lied, Oratorium und Opernschule.

Die wichtigsten Werke seiner Diskographie sind Ludwig van Beethoven (9. Sinfonie), Jean Françaix (L'Apocalypse de Saint-Jean), Georg Friedrich Händel (Der Messias), Joseph Haydn (Die Schöpfung, Messen), Wolfgang Amadeus Mozart (Die Zauberflöte, Requiem und Messen), Franz Schmidt (Das Buch mit sieben Siegeln) und Lieder von Robert Schumann, Hugo Wolf und Hans Pfitzner.

Diskografie

  • L. v. Beethoven: 9. Symphonie (Naxos) (Dir.: Richard Edlinger)
  • Max Brand: Maschinist Hopkins, Gesamtaufnahme, (ORF-Wien) (Dir.: Peter Keuschnig)
  • M. Bruch: Odysseus, Gesamtaufnahme, (NDR-Hannover) (Dir.: Leon Botstein)
  • A. Bruckner: Messe in f-moll, Württembergische Philharmonie Dir.: R. Paternostro
  • A. Bruckner: Messe in d-moll, Württembergische Philharmonie Dir.: R. Paternostro
  • J. Francaix: L'Apocalypse selon St. Jean (Wergo) (Dir.: Christian Simonis)
  • J. Haydn: Die Schöpfung (Dir.: Erwin Ortner, Concentus musicus, Arnold-Schönberg-Chor)
  • J. Haydn: Nelson Messe (Naxos) Dir.: Bela Drahos
  • G. Mahler: Sinfonie Nr. 8 (New Tokio Philharmonic, Cir. Chr. Arming)
  • J. M. Malzat: Requiem solenne, Missa solemnis (Tiroler Musikforschung) (Dir.: Bernhard Sieberer)
  • W. A. Mozart: Missa Solemnis (Naxos) Dir.: Michael Halasz
  • W. A. Mozart: Die Zauberflöte, Gesamtaufnahme, (Naxos), (Dir.: Michael Halasz)
  • F. Schmidt: Das Buch mit sieben Siegeln (Weltbild Verlag) (Dir.: Horst Stein, Wiener Symphoniker)
  • R. Schumann: Lieder nach Texten von Joseph von Eichendorff (Preiser Records) von H. Wolf, H. Pfitzner (Robert Holzer, Baß; Thomas Kerbl, Klavier)
  • V. Ullmann: Der Kaiser von Atlantis (DVD), Dir.: Peter Keuschnig – Styriarte Graz
  • Weber/Mahler: Die drei Pintos (Naxos) Dir.: P. Arrivabeni – Wexford Operafestival

Literatur

  • Karl J. Kutsch und Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Vierte, erweiterte und aktualisierte Auflage. München 2003. Band 3: Franc–Kaidanoff, S. 2132/2133. ISBN 3-598-11598-9

Weblinks