Schlacht bei Sissek

Festung Sisak
Schlacht von Sissek

In der Schlacht bei Sisak (in der älteren Literatur Schlacht bei Sissek) (kroatische Festung in der Nähe des heutigen Sisak) trafen am 22. Juni 1593 kroatisch-habsburgische Truppen unter Ruprecht von Eggenberg auf osmanische Truppen unter Hassan Pascha.

Im Frühjahr 1593 überschritt Hassan Pascha mit seinem Heer ohne Kriegserklärung den damaligen Grenzfluss Kupa. Ein Jahr zuvor war zwar gerade erst der Friedensvertrag von Adrianopel zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich geschlossen worden, trotzdem überfielen immer wieder osmanische Truppen kroatisches und habsburgisches Gebiet. Gleichzeitig überfielen christliche Uskoken osmanische Territorien.

Geschichtliche Quellen sprechen zwar von einer bis zu sechsfach überlegenen osmanischen Streitmacht in der Schlacht von Sissek, davon stellten Elitetruppen jedoch nur einen verschwindend geringen Anteil. In der Schlacht von Sissek verloren 20.000 osmanische Kämpfer so wie ihr Feldherr Hassan Pascha ihr Leben. Als Folge dieser Schlacht erklärte der osmanische Herrscher Sultan Murad III., dem österreichischen Kaiser Rudolf II. den Krieg, welcher als Langer Türkenkrieg in die Geschichtsbücher einging und am 11. November 1606 beendet wurde.

Bedeutung

Diese Schlacht änderte, erstmals seit der Schlacht auf dem Krbava-Feld, das Kräftegleichgewicht entlang der kroatisch-osmanischen Grenze. Bald drang diese Nachricht ins christliche Europa und Papst Clement lobte die militärischen Führer.

Bis zum heutigen Tag läutet täglich um 14 Uhr die kleine Glocke der Kathedrale zu Zagreb zum Zeichen der Dankbarkeit.