Schloss Aspach

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Wasserschloss Aspach
Wasserschloss Aspach nach einem Kupferstich von Michael Wening von (1721)

Wasserschloss Aspach nach einem Kupferstich von Michael Wening von (1721)

Entstehungszeit: 1140 (erste urk. Erwähnung)
Burgentyp: Wasserschloss
Erhaltungszustand: heute Kneippkurhaus
Ort: Gemeinde Aspach
Geographische Lage 48° 11′ 2,4″ N, 13° 18′ 16,9″ O48.18398909384413.30470085144Koordinaten: 48° 11′ 2,4″ N, 13° 18′ 16,9″ O
Wasserschloss Aspach (Oberösterreich)
Wasserschloss Aspach

Das ehemalige Wasserschloss Aspach befindet sich in der Marktgemeinde Aspach im Bezirk Braunau am Inn.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Während sich die erste urkundliche Erwähnung von Aspach auf das Jahr 1067 zurückdatieren lässt, als Passau das Chorherrenstift gegründet hat, ist ein Robertus von Aspah erst ab 1140 nachzuweisen. Ein Sitz in Aspach ist seit mindestens 1465 bezeugt. Damals verkaufte Wolfgang der Hohentanner seinen Ansitz den Brüdern Wilhelm und Heinrich die Dachsberger (Daxberger). Allerdings siegelte auch ein Hanns der Dachsberger in einer Verkaufsurkunde von 1439 als Grundherr zu Aspach, sodass davon auszugehen ist, dass in Aspach sowohl ein Sitz der Tannberger wie auch der Dachsberger bestanden hat. Letzte Dachsbergerin war Anna Juliana, verehelichte Gräfin von Wartenberg. Mit ihr starben die Dachsberger am 3. Juli 1654 aus. Ihnen folgten die verschwägerten Grafen von Wartenberg. Durch eine Heirat einer Wartenbergerin kam Aspach an die Grafen von Alten-Franking, denen auch das Schloss Hueb gehörte. Seit damals haben in beiden Ansitzen immer die gleichen Besitzer gewechselt. Um 1721 war Aspach noch ein stark befestigtes, mit Türmen versehenes und von einem Wassergraben umgebenes Schloss mit einer Reihe dazugehöriger bäuerlicher Anwesen.

Vor dem Ende der Grundherrschaft (1839) wurde Aspach in private Hände verkauft. Der Besitzer Raschhofer baute 1835 das Schloss in ein Gasthaus um. Danach folgten noch folgende Eigentümer: Freiherr von Lerchenfeld, von Prennberg, Gräfin Rogalla von Preysing und Rudolf Zwink. Letzterer verkaufte den Besitz 1898 an die Dr.-Lechner-Stiftung und ging später in den Besitz der Marienschwestern vom Karmel über. Während des Zweiten Weltkrieges diente Aspach als Heim für Evakuierte.

Kneippkuranlage Aspach an der Stelle von Schloss Aspach
Kneippkuranlage Aspach mit Teichrest des früheren Wasserschlosses

Wasserschloss Aspach heute

Von dem Wasserschloss ist – wenn man von dem kleinen Teich vor dem Gebäude absieht – so gut wie nichts mehr erhalten. Das Gebäude des Kneippkurhauses, das von den Marienschwestern vom Karmel betrieben wird [1], wurde nämlich 1920 über dem alten Schloss errichtet. Das ansehnliche Wasserschloss und damit ein Teil der Geschichte von Aspach ist zugunsten eines schmucklosen Zweckbaues verschwunden.

Literatur

  •  Herbert Erich Baumert & Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich, Band 2: Innviertel und Alpenvorland. Birken-Verlag, Wien 1985, ISBN 3-85030-049-3.
  •  Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  •  Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt.. Verlag Ferdinand Berger & Söhne, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3.

Einzelnachweise

  1. Kneippkurhaus zu Aspach

Weblinks

 Commons: Schloss Aspach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien