Schloss Leonstein (Oberösterreich)

Schloss Leonstein. Im Vordergrund die Steyrtal Straße und der Steyrtalradweg

Schloss Leonstein ist eine Schlossanlage in der oberösterreichischen Ortschaft Leonstein (Gemeinde Grünburg). Seit 1945 ist darin ein Landeskinderheim untergebracht.

Geschichte

Das Schloss geht auf einen von Wilhelm von Rohr um 1397 errichteten Burgstall mit Bauhof zurück. Wilhelms Burg am Hausberg – an dessen Fuß das Schloss liegt – war 1390 von Herzog Albrecht III. belagert und zerstört worden. Dies geschah, da Abgesandte des Salzburger Erzbischofs eingekerkert wurden um Lösegeld zu erzwingen. Die späteren Besitzer aus dem Geschlecht der Zelkinger formten aus Burgstall und Bauhof das Talschloss Feichta. Das Schloss und die Herrschaft Leonstein erwarb schließlich 1629 Graf Georg Siegmund von Salburg. Die Salburger bauten Feichta 1724 barock um und nannten es „Neu-Leonstein“.

Ansicht Leonsteins mit dem „Talschloss Feichta“ und der Burgruine Leonstein (Georg Matthäus Vischer, um 1674)

Ende 1919 kaufte die Oberösterreichische Landesregierung das Anwesen von Graf Theodor Salburg um 2.000.000 Kronen. Ab 1920 war Schloss Leonstein Landesgut und gehörte zur Landesforstverwaltung. Der Gärkeller der Brauerei Leonstein befand sich im Haus. 1938 folgten Renovierungsarbeiten und Umbauten. In weiterer Folge war darin der weibliche Arbeitsdienst des RAD (Reichsarbeitsdienst) untergebracht. Ab 1944 nutzte die Wehrmacht das Gebäude – unter anderem für Schulungen. Nach Kriegsende ging das Anwesen wieder in Landesbesitz über. Seit November 1945 beherbergt es ein Landeskinderheim. Zuletzt umfassend renoviert wurde das Gebäude ab 2003.[1]

Belege

  1. Schloss Leonstein / Geschichte (Abgerufen am 13. Juni 2008)

Weblinks


47.9079714.2347Koordinaten: 47° 54′ 29″ N, 14° 14′ 5″ O