Stefan Weissenböck

Stefan Weissenböck (* 25. Juni 1973 in Mistelbach) ist ein österreichischer Basketballspieler.

Karriere

Stefan Weissenböck schaffte nach vielen Titeln im Nachwuchsbereich mit seinem Team UKJ Kaufstrasse Mistelbach Anfang der 90er-Jahre den Aufstieg von der NÖ-Landesliga in die höchste österreichische Basketballklasse.

Nach einem College-Jahr an der Hawaii Pacific University kehrte er 1996 nach Österreich zurück und erlebte im Dress von UKJ SÜBA St. Pölten seine sportlich erfolgreichste Zeit. 3 nationale Meistertitel, 1 Cupsieg und tolle Leistungen im Europäischen Saporta-Cup machten ihn zu dieser Zeit zum wahrscheinlich erfolgreichsten nationalen Basketballspieler und wohl zum ersten Profi-Athleten seiner Sparte in Österreich.

Nach seinem Wechsel zu Arkadia Traiskirchen, die Meistermannschaft St. Pöltens zerfiel zusehends, gelang ihm mit seinem neuen Team ein weiterer Cup-Titel. Einem Kurzaufenthalt bei Belenenses Lissabon folgten zwei weitere Saisonen bei Arkadia Traiskirchen, ehe es den damals 30-Jährigen zum deutschen Aufstiegsaspiranten Falke Nürnberg zog. Wie so oft in seiner Karriere erwischte ihn dort jedoch das Verletzungspech. Nach einigen schweren Knieoperationen Mitte der 90er-Jahre musste Weissenböck 2004 wegen eines schwerwiegenden Bandscheibenschadens seine aktive Karriere beenden und wechselte umgehend in die Trainerbranche.

Neben seiner zweijährigen Tätigkeit als Ausbildungsleiter und Trainer im Leistungsmodell St. Pölten gelang ihm im Amt des Assistant-Coaches der Aufstieg mit Falke Nürnberg in die höchste deutsche Spielklasse (2005), als Sellbytel Baskets Nürnberg erlitt das Team jedoch Anfang 2007 einen finanziellen Kollaps und stieg in die neugeformte zweite deutsche Liga (Pro A) ab, in der man als Dimplex Falke Nürnberg an den Start ging. Es erfolgte der erneute Abstieg in die dritte Liga, die Pro B, in der das Team - nach einem Verkauf der Lizenz nun als Franken Hexer an den Start geht.

Später war Weissenböck Individualtrainer bzw. Coach des NBBL-Teams (U19-Bundesliga) beim fränkischen Kooperationsklub Franken1st (Bamberg, Nürnberg) sowie zusätzlich Experten-Kommentator der Österreichischen Bundesliga bei Premiere Austria. Seit der Saison 2010-2011 ist er zusammen mit Arne Woltmann Assistant Coach von Chris Fleming bei den Brose Baskets.

Nationalteam-EM-Statistiken

Stefan Weissenböck gehörte von 1992 bis 2004 dem Kader der österreichischen Nationalmannschaft an und vertrat seine Farben insgesamt 34-mal international.
In dieser Zeit nahm er an 3 EM-Qualifikationsrunden teil und erzielte in insgesamt 14 Spielen 127 Punkte. Gegen die Tschechische Republik und gegen Weißrussland erzielte er 2001 persönliche Bestleistungen mit 20 erzielten Punkten.

Bewerb Spiele Min./Sp. Punkte P./Sp. Reb./Sp. Ass./Sp.
EuroBasket 2003
Qualifikationsrunde
3 29.3 18 6.0 1.7 1.7
EuroBasket 2001
Semifinalrunde
5 27.2 58 11.6 2.6 1.0
EuroBasket 1997
Qualifikationsrunde
6 19.5 51 8.5 1.3 0.0