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vom 04.07.2017, aktuelle Version,

Stefan Weissenböck

Stefan Weissenböck (* 25. Juni 1973 in Mistelbach) ist ein ehemaliger österreichischer Basketballspieler und heutiger -trainer.

Karriere

Spieler

Stefan Weissenböck schaffte nach vielen Titeln im Nachwuchsbereich mit seiner Mannschaft UKJ Kaufstrasse Mistelbach Anfang der 1990er-Jahre den Aufstieg von der NÖ-Landesliga in die höchste österreichische Basketballklasse.

Nach einem College-Jahr an der Hawaii Pacific University kehrte er 1996 nach Österreich zurück und erlebte im Dress von UKJ SÜBA St. Pölten seine sportlich erfolgreichste Zeit. Drei nationale Meistertitel, ein Cupsieg und tolle Leistungen im Europäischen Saporta-Cup machten ihn zu dieser Zeit zum wahrscheinlich erfolgreichsten nationalen Basketballspieler und wohl zum ersten Profi-Athleten seiner Sparte in Österreich.

Nach seinem Wechsel zu Arkadia Traiskirchen, die Meistermannschaft St. Pöltens zerfiel zusehends, gelang ihm mit seinem neuen Team ein weiterer Cup-Titel. Einem Kurzaufenthalt bei Belenenses Lissabon folgten zwei weitere Saisonen bei Arkadia Traiskirchen, ehe es den damals 30-Jährigen zum deutschen Aufstiegsaspiranten Falke Nürnberg zog. Wie so oft in seiner Karriere erwischte ihn dort jedoch das Verletzungspech. Nach einigen schweren Knieoperationen Mitte der 1990er-Jahre musste Weissenböck 2004 wegen eines schwerwiegenden Bandscheibenschadens seine aktive Karriere beenden und wechselte umgehend in die Trainerbranche.

Trainer

Neben seiner zweijährigen Tätigkeit als Ausbildungsleiter und Trainer im Leistungsmodell St. Pölten gelang ihm im Amt des Assistenztrainers der Aufstieg mit Falke Nürnberg in die höchste deutsche Spielklasse (2005). Als Sellbytel Baskets Nürnberg erlitt das Team jedoch Anfang 2007 einen finanziellen Kollaps und stieg in die neugeformte zweite deutsche Liga (2. Bundesliga Pro A) ab, in der man als Dimplex Falke Nürnberg an den Start ging. Es erfolgte der erneute Abstieg in die dritte Liga, die 2. Bundesliga Pro B, in der das Team - nach einem Verkauf der Lizenz nun als Franken Hexer an den Start geht.

Bis 2011 war Weissenböck Individualtrainer beziehungsweise Coach des NBBL-Teams (U19-Bundesliga) beim fränkischen Kooperationsklub Franken1st (Bamberg, Nürnberg) sowie zusätzlich Experten-Kommentator der Österreichischen Bundesliga bei Premiere Austria.

Ab der Saison 2010/2011 war Weissenböck zusammen mit Arne Woltmann Assistenztrainer von Chris Fleming bei den Brose Baskets und zudem für die Spielerentwicklung zuständig. 2013 gründete Weissenböck darüber hinaus das Pro Skills Camp, ein mehrtägiges Trainingscamp für professionelle Basketballspieler, das sich auf die individuelle Entwicklung von Spiel- und Wurftechnik sowie Athletik spezialisiert. Im Juni 2014 wurde er in Bamberg entlassen,[1] kehrte im März 2015 aber in den Trainerstab des Bundesligisten zurück und übernahm wieder die Aufgaben des Individualtrainers.[2] Während der Sommerpause erteilte er teils auch den NBA-Spielern Jakob Pöltl und Tomáš Satoranský individuelle Trainingseinheiten und erhielt Angebote aus der National Basketball Association (NBA), die er jedoch nicht annahm.[3]

Nationalteam-EM-Statistiken

Stefan Weissenböck gehörte von 1992 bis 2004 dem Kader der österreichischen Nationalmannschaft an und vertrat seine Farben insgesamt 34-mal international.

In dieser Zeit nahm er an 3 EM-Qualifikationsrunden teil und erzielte in insgesamt 14 Spielen 127 Punkte. Gegen die Tschechische Republik und gegen Weißrussland erzielte er 2001 persönliche Bestleistungen mit 20 erzielten Punkten.

Bewerb Spiele Min./Sp. Punkte P./Sp. Reb./Sp. Ass./Sp.
EuroBasket 2003
Qualifikationsrunde
3 29.3 18 6.0 1.7 1.7
EuroBasket 2001
Semifinalrunde
5 27.2 58 11.6 2.6 1.0
EuroBasket 1997
Qualifikationsrunde
6 19.5 51 8.5 1.3 0.0

Einzelnachweise

  1. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Neuer Trainer: Bamberg verpflichtet Italiener Trinchieri - SPIEGEL ONLINE - Sport. Abgerufen am 11. März 2017.
  2. Weissenböck kehrt zu den Brose Baskets zurück. In: inFranken.de. (infranken.de [abgerufen am 11. März 2017]).
  3. Die NBA angelt nach österreichischen Trainern. Abgerufen am 4. Juli 2017.