Tyll Necker

Tyll Necker (* 2. Februar 1930 in Berlin; † 29. März 2001 in Bad Oldesloe) war ein deutscher Unternehmer und Präsident des BDI.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Tyll Necker war von 1946 bis 1950 Schüler der Odenwaldschule,[1] wo er sein Abitur machte. Danach studierte er in Göttingen, München und Hamburg Volkswirtschaft und Philosophie.

1955 machte er sein Examen als Diplom-Volkswirt. Während seines Studiums war er Werkstudent in dem Unternehmen Hans Koch & Sohn (heute Hako-Werke GmbH & Co). Nach Abschluss seines Studiums heiratete Necker die Tochter des Gründers der Hako-Werke. Er trat als Vertriebsleiter in das Unternehmen ein.

1960 wurde er Mitgeschäftsführer und Mitgesellschafter und veranlasste, dass die Werke Reinigungsmaschinen herstellen.

1977 wurde Necker Vizepräsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. und von Oktober 1980 bis September 1983 dessen Präsident. Seit 1980 war Necker Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der Deutsche Industrie e. V. (BDI). 1981 wurde er Vizepräsident des BDI und ab 1982 zusätzlich Schatzmeister des BDI.

Von 1. Januar 1987 bis 31. Dezember 1990 war Necker BDI-Präsident. Zum 1. Januar 1991 übernahm Heinrich Weiss das Amt und Necker wurde wieder Vizepräsident. Nach Querelen im BDI-Vorstand trat Weiss im August 1992 zurück und Necker wurde zum kommissarischen Präsidenten bestellt. Im November 1992 wurde er wieder zum BDI-Präsidenten gewählt und blieb dies bis zum 31. Dezember 1994. Sein Nachfolger wurde Hans-Olaf Henkel.

Als BDI-Präsident setzte sich Necker unter anderem für unternehmensinternen Umweltschutz und gegen Lohnnebenkosten wie etwa die damals neue Pflegeversicherung ein.[2]

Tyll Necker ist auf dem Friedhof in Bad Oldesloe beigesetzt.

Ehrungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Odenwaldschule.de
  2. Ex-BDI-Präsident Tyll Necker ist tot. SPIEGEL, (vom 29. März 2001)
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952