Ursula Prutsch

Ursula Prutsch (* 1965 in Graz) ist eine österreichische Historikerin, Dozentin für Geschichte am Amerika-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Leben

Prutsch studierte Geschichte und Spanisch an der Universität Graz. Ihre Dissertation hatte das Thema "Die Auswanderung von Österreichern nach Brasilien in der Zwischenkriegszeit", die Arbeit wurde 1993 approbiert und 1996 unter dem Titel "Das Geschäft mit der Hoffnung" gedruckt. Sie habilitierte sich 2006 an der Universität Wien über "Creating Good Neighbours? Die USA und Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg. Nelson A. Rockefellers Office of Inter-American Affairs (1940-1946)".

Für diese Habilitationsschrift erhielt sie von 2001 bis 2004 eine Hertha-Firnberg-Stelle des Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung an der Universität Wien und 2006 den Preis der Maria-Schaumayer-Stiftung.

Prutsch ist seit 2007 Professeur associé der Université Catholique de l'Ouest in Angers und Vorstandsmitglied des Österreichischen Lateinamerika-Instituts.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschichte der USA und Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert, insbesondere Geschichte Brasiliens und Argentiniens; Auswanderungen aus der österreichisch-ungarischen Monarchie nach Lateinamerika und deutschsprachiges Exil in Lateinamerika; Geschichte Spaniens und Portugals im 20. Jahrhundert.

Prutsch lebt in München, Wien und Pöllau (Steiermark).

Werke (Auswahl)

  • Das Geschäft mit der Hoffnung. Österreichische Auswanderung nach Brasilien 1918-1938, 1996
  • Die Welten des Paul Frischauer, 1997 (mit K. Zeyringer)
  • Leopold von Andrian, 2003 (mit K. Zeyringer)
  • Habsburg postkolonial, 2003 (mit J. Feichtinger, M. Csáky)
  • Imaging Vienna, 2006 (mit M. Sommer, M. Gräser)
  • Images/Imagenes. Film und Bilder aus Lateinamerika, 2007 (mit D. Ingruber)
  • Creating good neighbors? Die Kultur- und Wirtschaftspolitik der USA in Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg, 2008
  • Iberische Diktaturen. Portugal unter Salazar, Spanien unter Franco, 2012