Viktor Amadeus Henckel von Donnersmarck

Viktor Amadeus Henckel von Donnersmarck (* 15. September 1727 in Merschütz bei Liegnitz; † 31. Januar 1793 in Königsberg (Preußen)) war ein preußischer Generalleutnant und Gouverneur von Königsberg. Er war Standesherr in Schlesien auf den Gütern Beuthen und Tarnowitz, Ritter des Johanniterordens und designierter Komthur von Süpplingenburg.

Er war der Sohn des preußischer Oberschenk Leo Maximilian von Henkel (1691–1771) und dessen Frau Freiin Barbara Eleonora von Hock (1697–1753).

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Leben

Im Alter von 19 Jahren trat er in preußische Dienste, kam in das Infanterie-Regiment Nr. 15 (Preußen) und wurde dort 1745 Fähnrich. 1750 wurde er Seconde-Lieutenant und 1757 Premier-Lieutenant. Er erhielt für seine Tapferkeit in der Schlacht bei Roßbach den Pour le Merite. Noch im gleichen Jahr wurde er Stabshauptmann und 1758 wirklicher Hauptmann. im November 1758 bat er um Versetzung von seiner Stellung als Generaladjutant des Prinzen Heinrich, um zu seinem Regiment zurückkehren. Diesem Wunsch wurde entsprochen, aber er blieb ein lebenslanger Freund des Prinzen. Im Jahr 1762 wurde er Major, 1772 Oberstleutnant und 1776 Oberst. Im gleichen Jahr wurde er zum Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr.14 ernannt, 1782 wurde er zum Chef des Regiments. Am 27. Mai 1782 wurde er Generalmajor. Im Oktober 1786 ernannte ihn König Friedrich Wilhelm II. zum Nachfolger des Generalleutnants von Anhalt. Henkel übernahm dessen Regiment und die Generalinspektion über die Infanterie in Ostpreußen. Im August 1787 wurde er zum Kommandanten von Memel und Pillau ernannt. 1789 wurde er zum Generalleutnant und Gouverneur von Königsberg ernannt. Er hat den in Schlachten bei Kesselsdorf, Prag, Roßbach, Zorndorf, Hochkirch und Torgau gedient und kämpfte in den Gefechten von Dedeleben und Hornburg. Für seine Tapferkeit in der Schlacht bei Prag erhielt er 1757 den Orden Pour le Merite. Während des Siebenjährigen Krieges war er eine Zeit lang der Adjutant von Prinz Heinrich in Sachsen.

Er kämpfte als Freiwilliger in der russischen Armee gegen die Türken. In der Schlacht von Choczim am 18. September 1769 waren die Türken bis in das russische Lager vorgedrungen, als es ihm gelang die Russen wieder zu sammeln und den Angriff zurückzuschlagen.

Familie

Er war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war die Töchter des reichen Industriellen und preußischer Rats Wackerhagen, der seine Adelserhebung erst 1763 bekommen hatte. Er heiratete am 13. Dezember 1763 Wilhelmina von Wackerhagen (* 8. März 1745; † 22. März 1770). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Auguste (* 23. November 1764; † 2 Juli 1835) ∞ 21. August 1796 Johann Karl von Hagen (* 9. November 1758; † 18. November 1823)
  • Wilhelmine Amalie (* 26. Dezember 1765; † 25. Januar 1838);
∞ 23. September 1783 (Scheidung 1788) Albrecht von Massenbach (* 10. September 1751; † 1. August 1820)
∞ 6. Mai 1790 Generalmajor Carl Alexander Wilhelm von Tresckow (* 5. Juni 1764; † 23. November 1823)

Sein zweite Frau war Eleonore Maximiliane Ottilie von Lepel (1756–1843). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Wilhelm Ludwig (* 30. Oktober 1775; † 24. Juli 1849) ∞ 26. Januar 1804 Friederike von dem Knesebeck (* 1. Januar 1778; † 11. September 1848)
  • Henriette Ulrike Ottilie (* 15. Oktober 1776; † 15. Juni 1851) ∞ 5. Februar 1796 Julius von Pogwisch (* 30. Juli 1760; † 7. Dezember 1836)
  • Leo Victor Felix (* 25. Juni 1785; † 10 Juli 1861) ∞ 12 November 1827 Therese von Bothmer (* 10. März 1807; † 7 Dezember 1840)

Literatur

Weblinks