Wilhelm Schütte

Wilhelm Schütte (* 14. August 1900 in Mülheim-Heißen; † 17. April 1968 in Wien) war ein deutsch-österreichischer Architekt.

Wilhelm Schütte studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Darmstadt und Architektur an der Technischen Hochschule München. Danach war er kurz Baureferent an der Oberpostdirektion in München. 1925 wurde er Leiter der Unterabteilung für Schulbau beim Stadtbauamt Frankfurt am Main. Der Schulbau blieb auch später sein hauptsächliches Aufgabengebiet. In Frankfurt lernte er seine spätere Frau Margarete Schütte-Lihotzky kennen, die er 1928 heiratete.

Später war er auch in China, der Sowjetunion und Frankreich tätig, bevor er 1938 nach Istanbul emigrierte, wo er eine Dozentenstelle antreten konnte. In der Türkei konnte er auf Vermittlung von Robert Vorhoelzer einige Schulen errichten. Durch Entwendung offiziellen Briefpapiers der türkischen Regierung gelang es ihm, für seine Frau, die wegen Hochverrates zum Tode verurteilt worden war, eine Haftstrafe zu erreichen.

Ab 1947 lebte er in Wien und nahm die österreichische Staatsbürgerschaft an, erhielt aber - ebenso wie seine Frau - als Kommunist kaum Aufträge, so dass seine Bauten in erster Linie Auftragswerke der KPÖ waren. Er blieb, auch nachdem er sich 1951 von seiner Frau getrennt hatte, in Wien. Nach der Gründung der österreichischen Sektion der CIAM im Jahre 1948 wurde er deren Generalsekretär.

Weblinks

Wilhelm Schütte. In: Architektenlexikon Wien 1770–1945. Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien. Wien 2007.