XVII. Armeekorps (Wehrmacht)

Das XVII. Armeekorps war ein Großverband der deutschen Wehrmacht, welchem neben Korpstruppen mehrere Divisionen unterstellt waren, das im Polenfeldzug, im Westfeldzug sowie im Krieg gegen die Sowjetunion eingesetzt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Aufstellung

Das XVII. Armeekorps wurde am 1. April 1938 nach dem Anschluss Österreichs in Wien mobilisiert.

Einsätze

Bei Kriegsbeginn wurde es der 14. Armee in Polen zugeteilt. Nach Einsätzen beim Westfeldzug unter der 12. Armee wurde es im Krieg gegen die Sowjetunion der 6. Armee unterstellt, wo es auch bei der Schlacht von Stalingrad beteiligt war. General der Infanterie Karl-Adolf Hollidt war während dieser Zeit Kommandierender General des XVII. Armeekorps, bevor er Oberbefehlshaber der nach ihrer Kapitulation neu geschaffenen 6. Armee wurde.

Ab 1944 war das XVII. Armeekorps der 8. Armee, der 17. Armee sowie rumänischen und ungarischen Armeen unterstellt, wo es gegen Kriegsende in Südrussland, Bessarabien, Ungarn und Schlesien eingesetzt war.

Sonstiges

Die Einheit wurde auch zeitweise als Armeeabteilung Hollidt oder Gruppe Hollidt bezeichnet, welche später im März 1943 die neue 6. Armee bildete.

Unterstellungen

Kommandeure

Zeitweise unterstellte Einheiten (nicht vollständig)

Direkt unterstellte Korpseinheiten

  • Korps-Nachrichten-Abteilung 66
  • Korps-Nachschubtruppe 417

Direkt unterstellte taktisch selbstständige Einheiten

(Zu unterschiedlichen Zeiten, nie mehr als drei Divisionen gleichzeitig)

Literatur

  •  Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 4. Die Landstreitkräfte 15–30. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Osnabrück 1976, ISBN 3-7648-1083-1.