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Öffentliche Gebäude - Rossauerkaserne#

Die Rossauerkasserne wurde nicht, wie man glauben könnte, zur Verteidigung Wiens gegen einen feindlichen Angreifer gebaut, sondern als Stützpunkt gegen einen inneren Feind - die revolutionäre Wiener Bevölkerung. Der Bau wurde 1859 vom Kaiser genehmigt. Die Rossauerkasserne war ein Teil eines Festungsdreiecks, der aus den drei Kassernen (Franz-Joseph, Rudolf (heutige Rossauerkasserne) und Arsenal, von wo aus man sogar mit Artillerie bis zum Stephansdom schießen könnte), bestand. Die Rossauserkasserne wurde in Sichtziegelbau um drei große Innenhöfe angelegt und mit romantisierendem und gotisierendem Dekor ausgestattet. Aus strategischen und militärischen Gründen wurde die Lage der Kasserne so geplant, dass nicht nur eine Anbindung an das Eisenbahnnetz möglich war, sondern auch ein kleiner Hafen am Donaukanal in unmittelbarer Nähe der Kasserne möglich gewesen wäre.

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Bild und Text © Alfred Havlicek