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Franz Zwicker#

Bürgermeister der Stadtgemeinde Herzogenburg, Regierungsrat
Turm des Stiftes Herzogenburg
Turm der Pfarrkirche Herzogenburg

Regierungsrat Franz Zwicker ist als Nachfolger von Landtagsabgeordneten Anton Rupp seit acht Jahren von der SPÖ gestellter Bürgermeister der knapp zehntausend Einwohner zählenden Stadtgemeinde Herzogenburg .

Metallerstadt und barocke "Perle des Traisentales" #

Herzogenburg ist durch Schweizer Industriebetriebe (KABA- und George Fischer-Konzern, etc....) das Zentrum der metallverarbeitenden Industrie des unteren Traisentales.

Schon in der Donaumonarchie waren übrigens die Gebrüder-Grundmann-Werke der größte Schließwarenhersteller des gesamten Habsburgerreiches, womit Herzogenburg auf eine jahrhundertelange Tradition als Arbeiterstadt zurückblicken kann.

Herzogenburg ist auch die Heimatstadt des Flugzeugkonstrukteurs Erwin Musger, der hier als arbeitsloser Voith-Arbeiter anfangs der fünfziger Jahre den Stahlrahmen für Motorräder erfand und damit nach seiner Berufung nach Graz den Zweiradsektor der Puchwerke zum Welterfolg führte.

Wahrzeichen der Stadt ist der herrliche barocke Kirchturm , der allerdings renovierungsbedürftig ist, noch dazu wo er auch in der Nacht durch die Stadtgemeinde hervorragend beleuchtet wird und somit auch bei Dunkelhheit das weithin sichtbare Wahrzeichen des Traisentales ist. Für die Benutzer der nahegelegenen Autobahn nicht nur ein erfreulicher Anblick, sondern auch eine wesentliche Orientierungshilfe.

Mit den weiteren großen Barockensembles des ehemaligen Stiftes St. Andrä an der Traisen und Heiligenkreuz ist Herzogenburg nicht nur Metallerstadt sondern auch die "barocke Perle des unteren Traisentales."

Grundmannwerke, Bild aus dem 19. Jahrhundert
Grundmannwerke, Bild aus dem 19. Jahrhundert
George Fischer-Konzern
George Fischer-Konzern
KABA-Konzern
KABA-Konzern

Biographie#

Franz Zwicker
Franz Zwicker

Regierungsrat Zwicker wurde am 16. Oktober 1956 in Herzogenburg geboren. Nach der Absolvierung einer Einzelhandelskaufmann-Lehre trat er in den Dienst der Wiener Polizei und war als Herzogenburger langjähriger Kommandant der Wiener Polizeiinspektion "Praterstern". Diese zählt zu den arbeitsintensivsten und auch sicherheitspolitisch relevantesten Wiener Polizeidienststellen mit beachtlichem Gefahrenpotential.

Zwicker, der nach Ablegung der Matura in das Innenministerium wechselte, gehört als Bürgermeister zu den innovativsten Kommunalpolitikern Niederösterreichs.

So ist etwa statt Fernwärme in Herzogenburg auf seine Initiative "Nahwärme" geplant, die die Abwärme der großen Schweizer Betriebe nutzen soll und somit in vieler Hinsicht nach Fertigstellung wesentlich kostengünstiger sein wird als andere Systeme. Schon weil infolge der kurzen Leitungswege der Wärmeverlust als "Blindleistung" minimal sein würde.

Parken ist in Herzogenburg trotz des Platzmangels in der Altstadt kostenlos, da ein sehr schlüssiges Parkraumbewirtschaftungssystem eine Parkzeit für alle im Ausmaß von zwei Stunden sicherstellt.

Dér raschen Expansion der Herzogenburger Industriebetriebe wurde durch neue Autobahnabfahrten Rechnung getragen, um nur einige Beispiele für Herzogenburgs innovative Kommunalpolitik als moderne, aufstrebende Industriestadt zu nennen.

Bürgermeister Zwicker ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

Literatur:

Mrskos, Franz et alii.: "125 Jahre Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie für Herzogenburg", Herzogenburg 2014.

Autoren: Franz Mrskos / Karl Glaubauf

Graphische Gestaltung/Lay-Out:
Katharina Ziegler, Austria-Forum

Bildnachweis:

Stadtrat Franz Mrskos, Archiv der SPÖ-Herzogenburg;