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Herzogenburg
Wappen von Herzogenburg

Bundesland: Niederösterreich Zeige Herzogenburg, Niederösterreich auf einer Karte
Bezirk: St. Pölten, Stadt
Einwohner: 7.986 (Stand 2006)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 229 m
Fläche: 46,03 km²
Postleitzahl: 3130
Website: www.herzogenburg.at


Stadt im unteren Traisental, nördlich von St. Pölten


Bezirksgericht, Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten (Jugendamt), Bezirksbauernkammer, Volksheim, Wasserwerk.

Produktionssektor dominiert (rund 59 % der 3287 Beschäftigten 1991): metallverarbeitende Industrie (Gießerei mit Schloss-und Motorenteilerzeugung, Herstellung verzinkter Bleche, gegründet von Carl Grundmann 1862 in Wien, seit 1874 in Herzogenburg, schon vor dem Ersten Weltkrieg größter Schließwarenhersteller der Donaumonarchie, zwei Drittel aller damals verkauften Schlösser stammten aus Herzogenburg), jetzt KABA-Konzern, Erzeugung von Futtermitteln, Industriegasen, Beton- und Glaswaren sowie Fertigbetondecken, Kaminwerk, Mühlen; daneben besonders Handel (Traktoren, Vieh, großes Zentrallager für Textilien usw.)

Der Raum Herzogenburg ist seit der Jungsteinzeit besiedelt; urkundlich 1014 (Gründung der Pfarre). Der Ortsname leitet sich von einer Burg der Grafen Wilhelm II. und Engelschalk I. (zirka 865-871) ab, da diese Grenzgrafen - übrigens Brüder - dem Reichsfürstenstand angehörten und den Herzögen gleichgestellt waren. Die Festung wurde wie auch Wilhelmsburg zum Schutz gegen die Mährer errichtet. Die beiden Gründer fielen im Kampf gegen diese 871 im Raum Tulln, weshalb Herzogenburg doch beträchtliche Zeit vor diesem Datum gegründet worden sein muss.

Herzogenburg:Deckenfresko
Herzogenburg: Deckenfresko von A. F. Maulbertsch in der Wallfahrtskirche Heiligenkreuz-Gutenbrunn.
© Presseamt der NÖ Landesregierung, Wien, für AEIOU

Zunächst Unterer Markt, nach Übersiedelung des Chorherrenstiftes von St. Georgen 1244 enstand auch der Obere Markt als Schenkung des Bischofs von Passau; Stadt trotz geringer Einwohnerzahl von etwa 2700 infolge der wirtschaftlichen Bedeutung der Grundmann-Werke, die schon vor dem Ersten Weltkrieg der größte Schließwarenhersteller der Monarchie waren, seit 1927. Die ehemaligen Grundmann-Werke und auch der Schweizer-KABA-Konzern als Nacholger begehen 2012 das 150-jährige Bestandsjubiläum, da Carl Grundmann 1862 die Firma in Wien, Karl Bauer den Kaba-Konzern in der Schweiz gründete.

Augustiner-Chorherrenstift (1244, 1112 in St. Georgen an der Traisen gegründet)
Stiftskirche (1286 geweiht), Neubau 1743-48 unter F. Munggenast, Turm (1766/67) von M. Munggenast, reiche Innenausstattung mit Rokokostuck, Fresken von B. Altomonte (1753-55), Hochaltar (1769/70), Gemälde von D. Gran (1746), Seitenaltarbilder von B. Altomonte (1760-71)
Reste des mittelalterlichen Stifts erhalten, barocke Stiftsanlage nach Plänen von J. Prandtauer, von J. Munggenast vollendet (1714-40), Hauptsaal des Ostflügels (1716-18) von J. B. Fischer von Erlach; Deckenfresken (1772) von B. Altomonte; im Stiftsmuseum mittelalterliche Kunstwerke (um 1500), in der Galerie (barocker Bildersaal) Werke des 17. und 18. Jahrhunderts; bedeutende Bibliothek, archäologische Sammlung (Funde aus dem Traisental, unter anderem römischer Gesichtshelm 2. Jahrhundert n. Chr.)Bartholomeo Altomonte war der "Hausmaler" des Stiftes. Die Fresken in der Prälatenstiege, im Festsaal und in der Kirche stammen aus seiner Hand. In der Stiftskirche wurden auch die Altarbilder der sechs Seitenaltäre von ihm gemalt. Das Hochaltarbild und zwei Fresken im Altarraum stammen allerdings vom St. Pöltner Maler Daniel Gran. In der Chorkapelle (ehem. Prälatenkapelle) befinden sich inmitten üppiger Architekturmalerei vier Fresken des Kremser Schmidt aus dem Jahr 1756. Das Altarbild wurde von Martin Altomonte gemalt.

Homepage

Weiters bedeutendes Barockstift auch in der Katastralgemeinde St. Andrä an der Traisen, wo Paul Troger sein Wirken in Österreich begann, wie Dürnstein durch Josef II. dem Stift Herzogenburg inkorporiert.

Dorf Heiligenkreuz-Gutenbrunn mit Kirche (1755-58) von J. Ohmeyer; Decken- und Seitenaltarbilder von A. F. Maulbertsch; Hochaltar (1757) von J. Hetzendorf von Hohenberg. Schloss (17. Jahrhundert), Fassade 1755-58 umgebaut, Kapelle mit Deckengemälden von P. Troger (1759). Seit 1964 Barockmuseum.


Literatur:


--> Herzogenburg (Bildlexikon)
--> Hametner Bauernmuseum, Reidling (Wissenssammlungen Museen)
--> Georg Donberger: Cantate Domino canticum novum (Musik-Lexikon)
--> Historische Bilder zu Herzogenburg (IMAGNO.at)




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Short version in English


Herzogenburg feiert heuer ein dreifaches Jubiläum: Die ehemaligen Grundmann-Werke, der größte Schließwarenhersteller der Monarchie werden heuer so wie ihr Nachfolger, der Schweizer Kaba-Konzern, gegründet 1862 in der Schweiz, 150 Jahre alt, das mit Ausnahme der Kirche neu renovierte Stift 900 Jahre.

-- Glaubauf Karl, Sonntag, 13. Mai 2012, 09:44


Laut Volkszählung 2011 beträgt die Einwohnerzahl 7828...

-- Glaubauf Karl, Samstag, 4. August 2012, 10:31


Beim Wappen von Herzogenburg fehlt die Mauerkrone als Zeichen der Stadt (seit 1927). hg

-- Glaubauf Karl, Samstag, 4. Mai 2013, 11:31

Insgesamt 3 Beiträge in dieser Kategorie
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Dieser Beitrag wurde am 14. Mai 2013 überprüft. Er kann zitiert werden als: Der Beitrag wird nicht mehr geändert, jedoch sind Kommentare möglich.
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