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St. Georgen ob Bleiburg#

Die kleine Streusiedlung St. Georgen (slowenisch Šentjur) liegt ca. 5 km südlich von Bleiburg und grenzt direkt an Slowenien. Die ältesten bekannten Höfe mit ihrer Hausnummer sind Pušnik (Nr.1, heute ein verlassener Bauerngrund, 1687), Kózov (Nr. 2, 1669), Jelen (Nr. 4, 1524), Máček (Nr. 5, 1665), Dúlar (Nr. 6, 1672), Ardgel (Nr. 7, 1524), Favót (Nr. 8, 1702), Terbos (Nr. 9, neben der Kirche, 1535), Močnik (Nr. 10, 1741) und Kovač / Bisternik (Nr. 12, 1807).

Bekannt ist St. Georgen für seine malerische Filialkirche. Die ursprünglich gotische Kirche wurde in der Barockzeit vergrößert und ihre Innenausstattung wesentlich verändert. Bemerkenswert an der Kirche ist der Chor aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, der Hauptaltar aus dem Jahr 1656 und der linke dreiteilige Seitenalter aus 1675, welcher auch Weihnachtsalter genannt wird. Dieser zeigt in der unteren Ebene die heilige Familie flankiert von der heiligen Anna und dem heiligen Joachim, darüber die Geburt Christi mit Hirten und der heiligen Katherina (links) und heiligen Barbara (rechts) und ganz oben die Anbetung der Heiligen Drei Könige.

Rund um die Filialkirche bewegt sich das dörfliche Leben. Die beiden "Höhepunkte" im Jahreslauf bilden der St. Georgener Kirchtag und die Feierlichkeiten zu Ostern. Neben dem traditionellen Böllerschiesen wird von den St. Georgener Böllerschützen das Fackelträgern am Karsamstag durchgeführt. Zu diesem traditionellen Osterbrauch kommen jährlich mehrere hundert Besucher nach St.Georgen.

St.Georgen ob Bleiburg
Die Filialkirche St. Georgen ob Bleiburg, Foto: Heimo Müller
Der Weihnachtsaltar
Der Weihnachtsaltar, Foto: Heimo Müller
St.Georgen ob Bleiburg
St. Georgener Böllerschützen (1964), Foto: Heimo Müller
St.Georgen ob Bleiburg
Böllerschießen am Kirchtag, Foto: Heimo Müller
St.Georgen ob Bleiburg
Die Filialkirche St. Georgen ob Bleiburg, Foto: Heimo Müller