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Gefühlte millionste Meldung zu Schnelladeakkus#

Eben geistert wieder einmal (zum wievielten Mal?) eine Meldung über neuartige, auf Nano-Technologie basierende superschnell aufladbare Akkus durch die Medien. So soll etwa ein Handy-Akku binnen 30 Sekunden aufgeladen werden können, entsprechend kurze Ladezeiten werden auch für Autobatterien angekündigt. Das wäre wirklich ein gewaltiger Fortschritt beim E-Auto: Damit würde das Problem der geringen Reichweite weitgehend entschärft, weil das "Nachtanken" nicht mehr länger dauern würde als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor - die (notwendigen) häufigeren "Tankaufenthalte" wären dann durchaus akzeptabel.

Also alles paletti? Mitnichten. Ein Beispiel:

Mein Handy-Akku hat eine Kapazität von 3,2 Ah.

Würde man meinen Handy-Akku in 30 Sekunden aufladen wollen, müßte dafür (ohne Berücksichtigung div. Verluste) ein Ladestrom von 96 A fließen.

1. Das "Ladegerät" hätte die Größe und das Gewicht eines Schweißtrafos

2. Das Ladekabel und die Steckverbindungen müssten mindestens fingerdick sein, bei (abhängig von der Länge) entsprechendem Gewicht (Kupfer!). Am besten man stelle sie sich so vor wie Starthilfekabel für einen Dieselmotor

Und wie sähe das dann erst bei einer Batterie für ein E-Auto aus? Das kämen für die -zig Kilowatt-Ah Batterien geradezu schwindelerrregend hohe Ladeströme zustande ...

Ich denke, wir müssen auf diese neuen Wunderakkus noch etwas warten. Bis zur nächsten Wundermeldung.


--> Sollte es Schnellladeakku heißen?

-- Maurer Hermann, Mittwoch, 26. November 2014, 17:48