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Altlerchenfeld, Wien 7 und 8#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Altlerchenfeld
Altlerchenfeld auf dem Plan von Carl Graf Vasquez, um 1830.
Foto: Peter Gugerell. Aus: Wikicommons

Der Flurname "Lerochveldt" erscheint erstmals Ende des 18. Jahrhunderts. Das landwirtschaftlich genutzte Gebiet blieb bis ins 18. Jahrhundert in landesfürstlichem Besitz. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich langsam eine kleine Siedlung mit bescheidenen Häusern. Der Bau des Linienwalls, 1704, teilte das Dorf , dessen außerhalb liegender Teil nun Neulerchenfeld genannt wurde. Dieser (jenseits des Gürtels) gehört jetzt zum 16. Bezirk. Die sonnseitigen Hänge Altlerchenfelds eigneten sich gut für den Weinbau.

Das bekannteste Gebäude ist die 1861 vollendete Altlerchenfelder Kirche "Zu den 7 Zufluchten". Der kreuzförmige basilikale Backsteinbau hat eine doppeltürmige Fassade. Das Innere wurde unter der Leitung des Ringstraßenarchitekten Eduard van der Nüll von namhaften Künstlern gestaltet. Nach dem Programm Josef von Führichs entstand der bedeutendste Freskenzyklus der Nazarener in Wien. Er beginnt in der Vorhalle mit der Schöpfungsgeschichte, zeigt im Hauptschiff das Leben Jesu, Tugenden und Seligkeiten, in den Seitenschiffen Szenen aus dem Alten Testament. "In der Vereinigung aller Künste bildet die Kirche ein überzeugendes Gesamtkunstwerk, in dem das Ideal der religiösen Romantik zur vollen Entfaltung gekommen ist". (F. Czeike)

Das Wappen zeigt ein Kreuz und vier Lerchen.

--> Liste der Wiener Vorstädte

Quellen#

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
  • Walter Öhlinger (Hg.): Die Pläne der k.k. Haupt- und Residenzstadt Wien von Carl Graf Vasquez


Redaktion: hmw