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Favoriten, Wien 10#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Wappen., Foto: Hieke. Aus: Wikicommons
Wappen.
Foto: Hieke. Aus: Wikicommons

Favoriten, der namengebende Teil des 10. Wiener Gemeindebezirks, grenzt an Inzersdorf-Stadt und Oberlaa. Der Name kommt vom kaiserlichen Barockschloss Favorita (Wien 4). Teile von Favoriten wurden 1850 eingemeindet, der Bezirk entstand 1874 (kleiner als heute). Die Südbahn und die U1 fahren durch Favoriten
Das älteste Denkmal ist die gotische Steinsäule Spinnerin am Kreuz an der Grenze zu Inzersdorf-Stadt. Markante Gebäude sind die Antonskirche, - nach Plänen des Architekten Franz von Neumann, 1902 geweiht, die den Markusdom als Vorbild hat - , die 1876 eröffnete Johanneskirche, die älteste und für Jahrzehnte einzige Favoritens -, die Dreifaltigkeitskirche aus dem Jahr 1914, sowie die Pfarrkirche Dreimal Wunderbare Muttergottes (1933) und die Pfarrkirche zur heiligen Familie von Klemens Holzmeister (1965). Die evangelische Christuskirche auf dem Matzleinsdorfer Friedhof ist ein Werk von Theophil Hansen (1860). Zu den denkmalgeschützten Gemeindebauten des Roten Wien zählen der George-Washington-Hof, der Hueber-Hof, der Pölzerhof und der Victor-Adler-Hof. Wichtige öffentliche Gebäude sind das Kaiser-Franz-Josef-Spital und das Amalienbad.

Der Südbahnhof in Favoriten, war bis 2009 der größte Bahnhof Österreichs. Seine Anfange lagen in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1841 entstand der Gloggnitzer Bahnhof als Ausgangspunkt der Südbahn, 1845 folgte der Raaber Bahnhof als Ausgangspunkt der Ostbahn. In der Hochkonjunktur der Gründerzeit und vor der Weltausstelllung 1873 sollte statt der Anlage im klassistischen Stil ein repräsentativer "Süd-Bahnhof" als Kopfbahnhof in Neorenaissanceformen entstehen. Das neue Gebäude wurde mit Seitentrakten dreimal so breit wie das alte, die Bahnhofshalle war die zweitgrößte Wiens. Obwohl diese kaum Kriegszerstörungen aufwies, entschlossen sich die ÖBB in den fünfziger Jahren, das Gelände für Südbahn und Ostbahn modern zu gestalten. Dieser wurde demoliert, um auf 109 ha dem neuen Hauptbahnhof als Durchgangsbahnhof und einem ganzen Stadtteil, der Bahnhof-City, Platz zu machen. Die Fertigstellung ist für 2015 vorgesehen.

Das Wappen zeigt den Apostel und Pfarrpatron Johannes Evangelist.

Quellen#


Redaktion: hmw