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Schottenfeld, Wien 7#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Schottenfeld
Schottenfeld auf dem Plan von Carl Graf Vasquez, um 1830.
Foto: Peter Gugerell. Aus: Wikicommons

Die Vorstadt wurde 1777 gegründet, und im Lauf der folgenden 30 Jahre die ehemaligen Felder des Schottenstiftes rasterförmig verbaut. Aus Süddeutschland berufene Erzeuger von Samt- und Seidenstoffen zogen in die neuen Häuser des Gewerbeviertels ein. Mit dem Wohlstand, den sie in die Gegend brachten, wird die Bezeichnung "Brillantengrund" in Zusammenhang gebracht. Um 1800, zur Hochblüte des Seidenmachergewerbes, bestanden auf dem Schottenfeld mehr als 300 Fabriken mit 30.000 Arbeitern. Ein Fünftel aller Berufstätigen Wiens soll in der Textilindustrie gearbeitet haben, viele jedoch nicht in einer Manufaktur, sondern im Verlagssystems als Hausweber.

Die barock-klassizistische Schottenfelder Pfarrkirche (Westbahnstraße 17) "Zum hl. Laurenz" wurde im Zuge der Josephinischen Pfarrreformen 1783/84 errichtet. 1860-62 baute Dombaumeister Friedrich Schmidt die Lazaristenkirche "Zur Unbefleckten Empfängnis" am Gürtel im Stil der Neugotik.

Das Wappen zeigt einen Schottenmönch mit Pilgerstab.


--> Liste der Wiener Vorstädte

Quellen#

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
  • Walter Öhlinger (Hg.): Die Pläne der k.k. Haupt- und Residenzstadt Wien von Carl Graf Vasquez


Redaktion: hmw