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Spittelberg, Wien 7#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Spittelberg
Spittelberg auf dem Plan von Carl Graf Vasquez, um 1830.
Foto: Peter Gugerell. Aus: Wikicommons

Die Vorstadt lag innerhalb der Grenzen Museumsstraße, Messeplatz, Siebensterngasse, Stiftgasse, Burggasse, Fassziehergasse, Neustiftgasse. Der Name leitet sich von der Grundherrschaft des Bürgerspitals ab.

Die Parzellierung und Verpachtung der Grundstücke begann 1675. Die ersten Siedler waren Kroaten und Ungarn ("Krowotendörfl"). In einem eng gesteckten Straßensystem fanden 120 kleine Häuser Platz. In der Zweiten Türkenbelagerung (1683) begann der Großwesir Kara Mustafa vom Höhenrücken des Spittelbergs die Beschießung der Wiener Burg. Auch in den Napoleonischen Kriegen, 1809, eröffnete General Bertrand von hier aus das Feuer auf die Stadt. Im 18. Jahrhundert bestanden in den 138 Häusern des Spittelbergs 58, meist übel beleumundete Wirtshäuser. 1975 war das Spittelbergviertel das erste, das nicht (wie Alt-Erdberg oder Lichtental) "assaniert", sondern im Sinne einer erhaltungswürdigen Schutzzone revitalisiert wurde. Er gehört zur Welterbestätte Historisches Zentrum von Wien.

Das Wappen zeigt einen mit dem Reichsapfel belegten Felsenberg, darüber eine Heiligengeisttaube im Strahlenkranz.


--> Liste der Wiener Vorstädte

Quelle#

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien


Redaktion: hmw