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Das Austria-Forum und seine wichtigsten Alleinstellungsmerkmale #

1. Grundkonzept des Austria-Forums (kurz AF)#

Das AF präsentiert in umfassender Weise „Austriaca“: multimediale Objekte, die mit Österreich oder mit Österreichern verbunden sind.
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Dabei ist Österreich auf Grund seiner Geschichte geographisch nicht auf das gegenwärtige Österreich beschränkt, doch dieses steht im Vordergrund. Alle Beiträge im AF haben eine genau spezifizierte Quelle und eine gewisse zeitliche Stabilität. Tagesaktuelle Informationen werden anderen Medien überlassen. Das AF liegt auf einer (weit verbreiteten) Internet-Plattform (JSP Wiki System) unter http://austria-forum.org

Viele Inhalte sind urheberrechtlich nur in elektronischer Form verwendbar, d.h. können weder ausgedruckt noch „heruntergeladen“ werden, was z.B. bei noch im Verkauf befindlichen Büchern (siehe 3 (d)) besonders wichtig ist.

Das Austria-Forum strebt eine umfassende Abbildung des heutigen und des geschichtlichen Österreich in europäischem Geist an: mit allen berühmten Persönlichkeiten, Bauten, Museen (aber, typisch, ohne aktuelle Angaben wie Öffnungszeiten, dafür Links!), geographischen Eigenheiten, Bräuchen, Musik, Dichtung und anderen Bereichen der Kunst, historischen Begebenheiten und Bildern, Symbolik und ausgewählten Büchern, vor allem Lexika; es gehören auch dazu alle wild wachsenden Blumen, die Tiere Österreichs, Mineralien, Institutionen, Gemeinden, Briefmarken, Münzen, u. v. m. Jedoch geht es nicht um eine Duplizierung vorhandener großer Archive, sondern um Auszüge daraus und um einen Einstieg in diese für weiterführende Recherchen.

2. Zielgruppe des Austria-Forums#

Alle Österreicher#

Inkludiert sind alle Auslandsösterreicher und alle anderen Personen weltweit, die sich intensiver für Österreich interessieren. Besonders angesprochene Gruppen sind Schüler, Studenten, Lehrer, Professoren, Journalisten, Politiker, Auslandsvertretungen und die breite Öffentlichkeit. Das AF ist ein österreichisches Wissensarchiv auf einer allgemein verständlichen Ebene und damit eine wesentliche Bildungsgrundlage.

3. Die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale des Austria-Forums#

(a) Es gibt zu komplexen Themen keine objektive Wahrheit.
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So wie man physische Objekte wie Gebäude oder Berge nur beschreiben kann, indem man sie von mehreren Blickwinkeln aus betrachtet, gilt dies auch für komplexe Ideen und Personen. Im Gegensatz zu allen gängigen Lexika wird im AF daher nicht eine (angeblich) objektive Wahrheit geliefert, sondern es sind mehrere pointierte Meinungen zum selben Thema erwünscht.

(b) Quellenangaben bei Beiträgen
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Überhaupt, aber auch wegen (a), ist es notwendig, dass alle Beiträge eine Quellenangabe besitzen: sei es eine Person, die am besten mit einem CV im AF ausgewiesen ist, oder sei es ein bestimmtes Archiv, Buch, oder dergleichen.

(c) Verschiedene Ansichten verschiedener Personen und zu verschiedenen Zeitpunkten nicht vermischen. #

So ist eben die Darstellung etwa von Eisenerz aus dem Jahre 1894 (im Kronprinz Rudolf-Werk) eine andere als jene im Jahr 1966 (im ersten Österreich-Lexikon nach dem Zweiten Weltkrieg) und eine andere als 1996 (im zweiten Österreich-Lexikon nach dem Zweiten Weltkrieg) und wieder eine andere in der heutigen Darstellung. Das Austria-Forum erlaubt also in einem gewissen Sinn Zeitreisen, womit auch sprachliche, politische und andere Verschiebungen fest gehalten werden. Siehe dazu auch Punkt (e)

(d) Im Gegensatz zu gängigen Lexika beinhaltet das AF auch viele ganze Bücher.#

Das sind dies die so genannten Web-Books, siehe http://austria-forum.org/af/Web_Books

Die Web-Books sind in der Anmutung gedruckten Büchern ähnlich: man kann sie aufschlagen, durchblättern oder vom Inhaltsverzeichnis oder Register direkt zu den entsprechenden Seiten springen. Da sie elektronisch vorliegen, ist auch die Suche in den Büchern möglich, man kann sie durch Links mit anderen Büchern oder beliebigen anderen Materialien, die sich im WWW finden, verknüpfen; man kann Lesezeichen einfügen, usw. Diese speziellen Funktionen können nur für gewisse Benutzergruppen definiert sein.

Die Web-Books unterscheiden sich nicht nur durch diese zusätzliche Funktionalität von den sogenannten E-Books, sondern durch eine weitere wichtige Eigenschaft: viele sie sind nur online, also nur solange man Verbindung mit dem Internet hat, verwendbar, man kann sie also im Normalfall weder lokal speichern, noch (auch keine Seite davon) ausdrucken. Dies kann bei „gemeinfreien“ Büchern fallweise erlaubt sein, bei Büchern, die sich noch im Verkauf befinden jedoch nicht: im Gegenteil, der Versuch eine Seite auszudrucken ergibt ein Bestellformular oder den Hinweis, dass man das Buch z.B. über Amazon beziehen kann. Für Autoren und Verlage aktueller Bücher ergibt sich damit der Effekt, dass sich potentielle Interessenten detailliert über Bücher informieren können (auch über darin enthaltene Bilder etc., was Google Books nicht erlaubt). Sie können aber weder Teile des Buchs ausdrucken, noch werden sie online ein ganzes Buch lesen, sondern dieses dann bestellen, sei es in gedruckter Form oder (falls verfügbar) als E-Book. Während also Web-Books das Austria-Forum bereichern und interessanter gestalten, machen sie gleichzeitig die Bücher sichtbarer und führen fallweise zu zusätzlichen Verkäufen.

Bei den Web-Books gibt es eine zunehmende Anzahl gemeinfreier Bücher, z.B. Nachschlagwerke wie das Österreichische Nationallexikon (6 bändig) aus dem Jahre 1835 oder das 24-bändige Kronprinzenwerk (1886-1902): Beide erlauben trotz Fraktur eine Volltextsuche (weltweit zurzeit wohl erstmalig!), alle Österreich-Lexika des 20. Jahrhunderts auch Klassiker wie das „Kinderlexikon von A-Z“ (das die Verschiebungen im Sprachgebrauch, in der Stellung Mann-Frau, usw. sehr deutlich aufzeigt), aber auch Bücher, die noch gut verkauft werden, die z.B. den Geschichtsatlas von Scheuch, oder den Bildband über österreichische Künstler des 20. Jahrhunderts („Wien 1900“) usw.

(e) Aktualisierung zerstört
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Lexika versuchen, ihre Beiträge aktuell zu halten. Es wird übersehen, dass Aktualisierung auch Verlust bedeutet. Wie viele schöne alte Kirchen sind in Österreich durch Aktualisierung (z.B. Barockisierung) zerstört worden? Das AF hat Beiträge mit einem bestimmten Datum (wie z.B. bei Büchern). Diese werden ab einem bestimmen Punkt nicht mehr geändert sondern „eingefroren“. Wenn sich im Bezug auf das Thema eines Tages genug geändert hat, kommt eine neue Version. Also kann es sehr wohl Eisenerz-1900, Eisenerz-1965, Eisenerz-2012 und vielleicht auch einmal Eisenzerz-2020 geben. Damit wird das AF auch eine Fundgrube für Studien über Begebenheiten im Wandel der Zeit, auch inhaltlich, stilistisch oder sozialer Natur. Besonders wichtig ist die Möglichkeit, sich in der Zeit zu bewegen, zu sehen, wie sich Ansichten über Ereignisse oder Bilder von Örtlichkeiten zeitlich verändern, wenn man etwa den Artikel über Beethoven aus dem Jahr 1836 mit dem aus dem Jahr 1884 oder 1995 vergleicht.

(f) Vielfältige Suchmöglichkeiten
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Man sucht in Lexika alphabetisch, in elektronischen fallweise auch textuell. Beides kann das AF natürlich, aber es kann auch mehr. Es kann in einer vorgegebenen Kategorie (z.B. unter „Museen“) suchen (um eine Überschwemmung mit Suchergebnissen zu vermeiden). Man kann aber auch mit Hilfe von „Metadaten“ suchen. Bei den Biographien kann man z.B. eingeben, dass man einen Physiker sucht, der in Wien geboren wurde und in Italien starb (dessen Name man aber nicht griffbereit hat). Das System findet Ludwig Boltzmann, in diesem Fall die einzige Person, auf welche die Parameter zutreffen. Man kann genauso nach allen berühmten Medizinern suchen, die je in Graz tätig waren, usw. Gerade weil man aber ein derartiges gezieltes Suchen nur durchführen kann, wenn man genügend richtige „Metadaten“ hat, ist es notwendig, dass man verschiedene Kategorien hat. Denn die Metadaten „Geburtsort“, „Geburtsjahr“, „Arbeitsgebiet“ helfen sehr bei biographischen Suchen, sind aber natürlich z.B. beim Thema Pflanzen sinnlos.

--> Beachte: Ein Doppelklick auf ein beliebiges Wort im AF öffnet ein Verzeichnis von Verweisen!

(g) Auf gleiche Gewichtung von ähnlichen Themen kann und wird verzichtet.
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Ein Beispiel mag dies erklären: während das AF alle Bilder der phantastischen Realisten Kurt Regschek und Rudolf Hausner beinhaltet, gilt das für andere nicht, weil von diesen (bisher) keine Freigabe kleiner Abbilder ihrer Kunstwerke erreicht werden konnte.

(h) Diverse innovative Funktionen
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Etwa die Suchfunktion, die auf Teilbereiche eingeengt werden kann oder die Suche, die durch den Doppelklick auf ein beliebiges Wort ausgelöst wird. Dazu kommt die leichte Erstellung von Präsentationen siehe etwa die Nr. 7, auf http://austria-forum.org/af/Community/Präsentationen.

Die wichtigste Innovation ist wohl die Möglichkeit der Verlinkung zu und von Web-Books, siehe etwa den Link zu einem Bild von Jakob Alt auf http://austria-forum.org/af/Heimatlexikon/Strudengau. Aber genau hier ist neue Forschung, sind innovative Algorithmen notwendig: man kann nicht hunderttausende Links manuell anlegen, dies muss mit intelligenten Algorithmen erfolgen, deren Empfehlungen fallweise auf ihre Qualität zu überprüfen sind.

(i) Ab 2013 archiviert das Austria-Forum einmal jährlich alle österreich-relevanten Artikel der deutschsprachigen Wikipedia.
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Das sind ca. 65.000 Beiträge, die im Austria-Forum archiviert und durchsuchbar sind: auch in Volltext und auch mit Büchern verlinkt. Sucht man etwas nach „Eisenerz“ so findet man eine Liste wie „Eisenerz- AEIOU 2013“ „Eisenerz-Bildlexikon“, „Eisenerz 1897“, „Eisenerz 1915“ , „Eisenzerz-Wikipedia 2013“ usw., d.h. das Austria-Forum erhebt dann den Anspruch: wenn man etwas über Österreich wissen will, ist austria-forum.org DIE offensichtliche Anlaufstelle.

4. Projektverlauf#

Das Projekt basiert auf dem für das 1000 Jahr-Jubiläum entwickelten elektronischen Lexikon AEIOU (www.aeiou.at). 2006 wurden Vorstudien für ein größeres und moderneres System gestartet und ein 5-Jahresplan erstellt, wobei das neue Austria-Forum auf neuer Software aufgebaut wird wie folgt:

Mitte 2009: #

Eröffnung mit neuem System und rund 80.000 Objekten.

2010: #

Erweiterung durch neue Suchverfahren, neue Medientypen, Tests neuer technischer Möglichkeiten, sichtbare Verbesserung der Qualität bei den „alten“ AEIOU Daten, rund 120.000 Objekte.

2011: #

Web-Books, Angebot auf neuen Geräten, Fortführung der Qualitätskontrolle, rund 200.000 Objekte

2012: #

Integration vieler Bücher (ca. 200), großer bestehender Archive, etwa IMAGNO und Essays aus Zeitungen, Auffüllen von fehlenden Bereichen, Informationsintegration, Metadaten für fast einige Bereiche, weitere Qualitätsprüfung, knapp 300.000 Objekte.

2013: #

Technische Abrundung, wobei neue Methoden erst erforscht und entwickelt werden müssen. Integration der ca. 65.000 österreich-relevanten Beiträge der deutschsprachigen Wikipedia als Archiv. Qualitätsprüfung, Aufnahme weiterer Bücher.

Mitte 2014: #

Abschluss der Implementationsarbeiten auf der Basis der neuen in 2013 entwickelten Methoden der automatischen Metadaten-Extraktion und der Verlinkung von Beiträgen, vor allem von Webseiten auf die richtigen Seiten von Web-Books. Das Austria-Forum beinhaltet dann über 400.000 Objekte zu Österreich und bietet Informationsverlinkung und Integration, wie sie bisher kein vergleichbares System aufweisen kann.

Ab Mitte 2014: #

Weitergehende Pflege der Daten; Laufende Modernisierung der Technologie, insbesondere Optimierung was Suchmaschinen und Social Media anbelangt; Permanente Betreuung, Vergrößerung und Auffrischung des Mitherausgeberteams; Erschließung neuer Informationsquellen für das Austria-Forum, vor allem in der Form von Verträgen mit Archiven, Museen und Verlagen, durch die Aufnahme gemeinfreier Werke und die Leistungen der Herausgeber.


Version 2011