Blaukopf, Kurt#


* 15. 2. 1914, Czernowitz (Ukraine)

† 14. 6. 1999, Wien


Musikschriftsteller und Musiksoziologe


Blaukopf studierte sowohl Musik als auch Jus in Wien. Er hörte Vorlesungen bei Moritz Schlick und Karl Bühler. Schon früh fand er, auch angeregt durch Begegnungen mit Ernst Krenek und Arnold Hauser, zur Musiksoziologie. Im September 1938 gelang ihm die Emigration nach Frankreich, 1940 bewahrte ihn ein Stipendium der Universität Jerusalem vor dem französischen Internierungslager. 1940-1947 war er neben seinem Studium Mitarbeiter des Rundfunks in Jerusalem. Nach Wien zurückgekehrt, publizierte er mit Hilfe von Freunden sein grundlegendes Werk "Musiksoziologie", das jedoch damals nicht die entsprechende Resonanz fand. 1954-1965 war er Redakteur der Musikzeitschnften "Phono" und "HiFi-Stereophonie". Bis 1984 lehrte er am Institut für Musiksoziologie der Musikakademie. Blaukopf leitete auch das musikpädagogische Forschungsinstitut der Musikakademie und gilt international als einer der besten Kenner der Werke Gustav Mahlers.

Werke#

  • Sein Leben, sein Werk und seine Welt in zeitgenössischen Bildern und
  • Texten" (1976)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992