Brauer, Arik #

(Erich)


* 4. 1. 1929, Wien


Maler, Graphiker, Bühnenbildner, Komponist und Liedermacher


Der Sohn eines Handwerkers wurde nach dem Schulbesuch in Wien 1942-1945 zwangsarbeitsverpflichtet und wegen seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt. 1945-1951 studierte er an der Wiener Akademie der Bildenden Künste bei Dobrowsky, Boeckl und Gütersloh. Danach ging der Künstler jahrelang auf Reisen und schlug sich als Gitarrespieler und Volksliedsänger durch. 1958-1964 arbeitete er als freischaffender Maler in Paris, seither lebt er in Wen und Israel. Brauer, ein Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, ist der wohl farbenfreudigste Maler dieser Gruppe. Abgesehen von frühem Breughel-Einfluss blieb er frei von künstlerischen Vorbildern; seine detailreiche Bilderwelt zeigt paradiesische Landschaften und phantastische Lebewesen, die zumeist dem Themenkreis der Bibel entnommen sind, ins Ungeheure gesteigerte Gewächse und molluskenhaften Farbballen. Das CEuvre umfasst Bilder in Öl- und Mischtechniken, Eitempera, Radierungen und Mosaiken. Der vielseitig talentierte Künstler hat auch Bühnenbilder und Theaterkostüme entworfen, TV-Shows gestaltet ("Alles, was Flügel hat, fliegt", "Sesam öffne dich") und sich als engagierter Liedermacher betätigt (u. a. "Sein Köpferl in Sand", "Sie hab'n a Haus baut"). Seine Tochter Timna Brauer ist ebenfalls auf dem Wege, als Sängerin Karriere zu machen.

Literatur#



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992