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Großglockner Hochalpenstraße#

Bruck, Dorf Fusch und Bad Fusch#

In Bruck an der Großglockner Hochalpenstraße, nahe Zell am See, beginnt die Straße bei der Salzachbrücke mit „km 0".

Unter Benutzung der alten Trasse erreicht man - vorerst ohne merkliche Steigung -das Dorf Fusch. Seine große, aus dem Jahre 1713 stammende Kirche mit dem mächtigen Turm ist schon von weitem sichtbar. Fusch war einst eines der Zentren des Goldbergbaus.

Von hier erreicht man auf einer Stichstraße Bad Fusch im Weichselbachtal mit seinen radioaktiven Quellen.

Weitere Informationen unter:

www.fusch.at
www.fusch.com

Mautstelle Ferleiten#

Der Großglockner ist nicht nur der höchste Berg Österreichs, sondern einer der höchsten Gipfel der Ostalpen. Mit dem Bau der Großglockner-Hochalpenstraße wurde der Gipfel zum Ausflugsziel und Inbegriff eines beeindruckenden Naturerlebnisses.
Der Großglockner ist nicht nur der höchste Berg Österreichs, sondern einer der höchsten Gipfel der Ostalpen. Mit dem Bau der Großglockner-Hochalpenstraße wurde der Gipfel zum Ausflugsziel und Inbegriff eines beeindruckenden Naturerlebnisses.

Bei Kilometer 14,5 erreichen wir die Mautstelle Ferleiten. Der Hintergrund wird hier vom eindrucksvollen Talschluss beherrscht, von dem der alte Römerweg über das Hochtor nach Heiligenblut führte.

Nun geht es hoch über der schäumenden Fuscher Ache über die Bärenschlucht und vorbei am Schleierwasserfall zum Parkplatz Piffkar (km 19,3; 1.620 m), von wo wir einen überwältigenden Blick auf das Große Wiesbachhorn (3.564 m) und die anderen Dreitausender genießen.

In Kehren fahren wir durch die Hexenküche, einem mit Felstrümmern erfüllten alten Bergrutschgebiet aufwärts und gelangen schließlich zum Parkplatz Hochmais (1.850 m), von wo man ebenfalls eine großartige Aussicht genießt.

Von Brennkogel über Fuscherkarkopf, Hohe Dock, Bratschenkopf, Großen- und Kleinen Wiesbachhorn bis zum Hohen Tenn - lauter Dreitausender -mit ihren Gletschern, reicht der Blick. Es gibt aber auch einen Tiefblick in das Ferleiten- und Seidenwinkeltal.

Fuscher Törl#

Auf dem Fuscher Törl(2.39<lm)eröffnet sich der Blick auf Brennkogel, Hohe Dock, Sonnenwelleck oder Breitkopf.
Auf dem Fuscher Törl(2.39<lm)eröffnet sich der Blick auf Brennkogel, Hohe Dock, Sonnenwelleck oder Breitkopf.

Bei Kilometer 26,7 erreichen wir am Fuscher Törl (2.394 m) die Wasserscheide, wo sich nun die Rauriser Berge, die Ankogel-gruppe und im Vordergrund die vergletscherte Goldberg- und Sonnblickgruppe erschließen. Von hier wurde eine eigene Aussichtsstraße hinauf zur Edelweißspitze (Leitenkopf) auf 2.577 Meter gebaut.

Bei einer Länge von 1,6 Kilometern überwindet die sehr gut ausgebaute Straße mit einer Steigung von maximal 14 Prozent einen Höhenunterschied von 177 Metern. Der Woazkopf ist wegen seines Namens interessant: Ein Hirtenknabe soll dort einmal spielerisch ein Weizenkorn eingegraben haben. Der nächste Sommer war angeblich überdurchschnittlich warm und so entspross hier tatsächlich eine Weizenähre ...

Unmittelbar darauf folgt der Elendboden, der seinen Namen nach einer tragischen Begebenheit erhalten hat: Schon seit Jahrhunderten zog immer zur Zeit der Sommersonnenwende eine Bittprozession aus dem Pinzgau zum Grab des hl. Briccius nach Heiligenblut.

Die Pilger wurden von einem schweren Schneesturm überrascht. Einige Wallfahrer verließen die Gruppe, verirrten sich schließlich und stürzten in das tiefergelegene Beinkar. Dort soll man noch lange die Gebeine der Verunglückten gesehen haben.

Nach dem Elendboden wird bei Kilometer 32,5 die Knappenstube erreicht. Hier liegt der Eingang zu einem alten Goldbergbau.

Hochtor- Tunnel und Guttal#

Nun geht es hinauf zum Hochtor-Tunnel (312 m lang), dem mit 2.505 Metern höchstem Punkt der Durchzugsstraße überhaupt (Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärn-ten). Bei den Bauarbeiten im Jahre 1931 fand man hier im Geröll eine gut erhaltene römische Herkulesstatue aus Bronze. Mit Verlassen des Tunnels wandelt sich das Bild völlig. Ein weiter Almboden breitet sich aus und lässt das tief untenliegende Mölltal vermuten, während die dunklen Berge der Schobergruppe (Petzeck, 3.283 m, und Hochschober, 3.240 m) mit ihren scharfen Konturen herausragen.

Dann geht es abwärts und vorbei an einem alten Goldbergbau-Stollen erblickt man beim Tauerneck erstmals den Großglockner in all seiner Majestät.

Über die weiten Almböden der Zlamitzen hinweg unterschreiten wir die 2.000 Meter Grenze und gelangen schließlich bei Kilometer 40 zur Abzweigung Guttal. Hier zweigt die Gletscherstraße zur Franz-Josephs-Höhe ab. Die Wilhelm- Swarovski Beobachtungswarte befindet sich oberhalb der Kaiser- Franz- Joseph- Höhe und wurde im Jahre 1998 erbaut. Sie erlaubt mit modernsten, leistungsstarken optischen Geräten Ausblicke auf die Hochgebirgs- und Tierwelt.

Mit Tiefblicken ins Mölltal und nach Heiligenblut, so wie zum Großglockner und zur Pasterze, fahren wir nun mit Ausblick auf die prächtigen Wasserfällen des Leitertals zur Schönwand, wo aus blumigen Almwiesen alles überragend der Großglockner zusammen mit dem Gletschertal der Pasterze auftaucht.

Die Wilhelm- Swarovski Beobachtungs- warte mit Blick auf die Pasterze. In den 1930er Jahren war jeder Autobesitzer stolz, das Emblem der Bezwingung der Großglockner Hochalpenstraße auf der Windschutzscheibe zeigen zu können.
Die Wilhelm- Swarovski Beobachtungs- warte mit Blick auf die Pasterze und das Emblem der Großglockner Hochalpenstraße aus den 1930ern
Blick von der Franz-Joseph- Höhe in die majestätische Gletscherwelt.
Blick von der Franz-Joseph- Höhe in die majestätische Gletscherwelt.
Am Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Joseph-Höhe in 2.369 Meter Höhe tummeln sich Dutzende Murmeltiere unmittelbar neben den Besuchern.
Am Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Joseph-Höhe in 2.369 Meter Höhe tummeln sich Dutzende Murmeltiere unmittelbar neben den Besuchern.

Parkplätze Großglocknerhaus I und II#

Museum Alpine Naturschau an der Großglockner Hochalpenstraße: ein modernes Museum der Natur oberhalb der Baumgrenze, das eine Ausstellung über alpine Ökologie bietet.
Museum Alpine Naturschau an der Großglockner Hochalpenstraße: ein modernes Museum der Natur oberhalb der Baumgrenze, das eine Ausstellung über alpine Ökologie bietet.

Nach 5,3 Kilometern werden die Parkplätze Großglocknerhaus I und II auf 2.131 m mit bester Aussicht auf Pasterze und Glockner erreicht.

Weiter geht es zu den Parkplätzen Hoher Sattel sowie Franz-Josephs-Höhe mit dem weltberühmten Blick auf Klein- und Großglockner (3.798 m), Schwerteck, Kellersberg, Adlersruhe, Teufelshorn, Großglock-nerwand, Teufelskamp, Eiskögele und Johan-nisberg sowie hinunter zur Pasterze.

Mit 10 km Länge und 30 km2 ist sie der größte Gletscher der Ostalpen; leider aber derzeit, wie weltweit alle Gletscher, von starkem Rückgangbetroffen.

Eine Seilbahn bringt die Touristen mühelos hinunter auf das „Ewige Eis".

Heiligenblut#

Die Wallfahrtskirche St. Vinzenz zählt zu den ältesten und stilreinsten gotischen Kirchen Kärntens. Außergewöhnlich ist das steinerne 13 Meter hohe Sakramentshaus (Grabmal des hl. Briccius).
Die Wallfahrtskirche St. Vinzenz zählt zu den ältesten und stilreinsten gotischen Kirchen Kärntens. Außergewöhnlich ist das steinerne 13 Meter hohe Sakramentshaus (Grabmal des hl. Briccius).

Weiter geht die Fahrt: Das letzte Straßenstück senkt sich mit gleichmäßigem Gefalle nach Heiligenblut, das auf 1.300 Meter Seehöhe liegt. Selten romantisch liegt der Ort mit seinem extrem spitzen Kirchturm, der im himmelstürmenden Großglockner förmlich seine Fortsetzung findet.

Der Name Heiligenblut geht auf eine Legende zurück, nach welcher der dänische Söldner Briccius im Jahre 914 am Heimweg von Byzanz nach Dänemark oberhalb von Heiligenblut in einer Lawine umkam. Er hatte von Kaiser Konstantin VII. ein Fläschchen mit einigen Tropfen des Blutes Christi erhalten, das er in einer selbst zugefügten Wunde an seiner Wade verbarg. Bauern fanden seine Leiche, da aus dem Schnee drei Ähren wuchsen. Sie begruben ihn, aber sein Bein ragte immer wieder aus der Erde, bis man schließlich das Fläschchen mit dem heiligen Blut entdeckte. In der Nähe dieser Wunderstätte wurde dann, so die Legende, die Kirche zum Heiligen Blut erbaut.

Rund um den Großglockner wurde im Spätmittelalter das berühmte 'Tauerngold' geschürft.
Rund um den Großglockner wurde im Spätmittelalter das berühmte "Tauerngold" geschürft.

Mit dem Bau der heutigen Wallfahrtskirche St. Vinzenz im gotischen Stil wurde um 1430 begonnen, 1491 wurde sie geweiht. Der spätgotische, geschnitzte Hochaltar gilt als der schönste seiner Art in Kärnten; er wurde 1521 von einem Schüler Michael Fächers vollendet. Neben dem Hochaltar wird im Sakramentshäuschen das Fläschchen mit dem „Heiligen Blut" aufbewahrt. Vom Chor aus steigt man in die Krypta mit dem Grab des hl. Briccius hinab. Große Beachtung findet auch der Friedhof mit den Gräbern bekannter Bergsteiger, die am Glockner ihr Leben ließen.

Ein Naturereignis besonderer Art ist der Wasserwunderweg Jungfernsprung: Der Teufel selbst, so die Sage, getarnt als Jäger, stellte einer jungen Sennerin nach, die sich nur mit einem Sprung in die Tiefe vor ihm zu retten wuss-te. Wie durch ein Wunder überstand die tapfere Frau den Sturz. Deshalb lautet der Name des Wasserfalls „Jungfernsprung". Die Wassermassen stürzen hier im Übrigen aus einer Höhe von zirka 130 Meter herunter.

Weitere Informationen unter:

www.heiligenblut.at
www.jungfernsprung.at


Weitere Bilder#

Großglocknerstraße
Großglocknerstraße
Großglocknerstraße
Großglocknerstraße
Großglocknerstraße
Großglocknerstraße
Großglocknerstraße
Großglocknerstraße
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© "Die schönsten Erlebnisstraßen Österreichs" Hilde und Willi Senft