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Heiligenbrunn "Ulrichsbründl" Wallfahrtsanlage mit Quelle#

Gemeinde und Pfarre Heiligenbrunn; Bezirk Jennersdorf


Heiligenbrunn, Ulrichsbründl

Wegbeschreibung

A 2, Abfahrt Lafnitztal - Güssing Heiligenbrunn, Güssing, Burgenland

Wasserentnahme

Quelle frei zugänglich, ausreichend Wasser


Der Ort:#

Es ist eigentlich kein Wunder, dass sich in der Gegend die Kelten niederließen. Dort, wo sie siedelten, musste es "heiligen" Boden geben, der immer auch eine Quelle beinhaltete. Heiligenbrunn ist die Heimat des Uhudlers. Der Wein wird aus fast verschwundenen Rebsorten gekeltert und schmeckt leicht nach Erdbeeren. Die Reben wurden aus Amerika eingeführt, nachdem die eigenen Stöcke durch die Reblaus vernichtet worden waren. Das Kellerviertel hat ganze 80 strohgedeckte, denkmalgeschützte Weinkeller, die alle bewirtschaftet werden. Die Kellergasse mit ihren lehmbeworfenen Holzblockbauten gehört zu den schönsten des Burgenlandes. In der Landschaft mit Ziehbrunnen findet man das Geheimnis unberührter Natur.

Der Weg zur Quelle:#

Von Güssing kommend fährt man in Richtung ungarische Grenze direkt in den Ort. Der Wallfahrtsbereich liegt inmitten Heiligenbrunns, die Kirche ist nicht zu übersehen. Unterhalb liegt die Ulrichskapelle mit dem von außen zugänglichen hl. Bründl. Die Zufahrt mit dem Auto ist möglich.

Heiligenbrunn, Ulrichsbründl

Allgemeines:#

Die erste urkundliche Erwähnung der Quelle stammt aus dem Jahr 1198, als ein Bischof Uginus das heilige Wasser samt Kapelle den Zisterziensern übertrug. Die Anlage wurde mehrmals renoviert. Heilungen hat es während der 800-jährigen Wallfahrt immer gegeben. Genaueres weiß man allerdings nur über den Augenarzt Ladislaus Bathany-Stradmann, der vor etwa 100 Jahren alle Menschen zur Quelle schickte, bei denen er mit seinem Latein am Ende war.

Heiligenbrunn, Ulrichsbründl

Quelle und Wasser:#

Radiästhetische Untersuchungen des Wassers ergaben eine 100%ige Heilkraft, die mit der von Lourdes ident sein soll. Als man die Quelle nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl untersuchte, fand man sie unbeschadet und unbeeinträchtigt (was man nicht von allen Quellen sagen kann). Im Gegenteil, sie soll noch besser geworden sein. Man vermutet in ihr die Eigenschaft, 90 bis 92% der für den Körper schädlichen Stoffe ableiten zu können. Dies ist keine von der offiziellen Wissenschaft untermauerte Erkenntnis, trotzdem gibt es sehr viele Menschen, die sich dieser Auffassung anschließen und "Heiligenbrunner Wasser" wie Medizin zu sich nehmen. Dabei gehen die empfohlenen Mengen von einem Fingerhut bis zu 1/8 l täglich. Die ganze Gegend leidet unter fallweise anhaltender Trockenheit, es gibt insgesamt zu wenig Wasser, die Quelle kommt allerdings trotzdem ausreichend und lebendig aus dem Schoß der Erde. Alles ist liebevoll gepflegt und renoviert. Hohe Bäume, Bänke zum Rasten, wilde Pflanzen um den sakralen Raum - der Kraftplatz ist beeindruckend stark. Drei Stufen führen im Halbkreis hinab zu einem Gitter unterhalb der Kapelle, auf dem man Kanister und Flaschen abstellen und befüllen kann, was wenig Zeit in Anspruch nimmt.



© "Heilige Quellen in Österreich" von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.