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Zwettl "Maria Bründl" Kirche und Quelle#

Gemeinde und Pfarre Zwettl; Bezirk Zwettl


Zwettl, Maria Bründl

Tourist/Web Info

Tel: 02822 503 127
www.zwettl.at

Wegbeschreibung

B 38 - Zwettl Zwettl, Niederösterreich

Wasserentnahme

Quelle frei zugänglich, viel Wasser


Zwettl, Maria Bründl

Der Ort:#

Zwettl hat heute etwa 12.000 Einwohner und ist eine modern Einkaufsstadt. Weithin bekannt ist das Zisterzienserstift, das Barockschloss Rosenau mit seiner Freimaurergeschichte und das weltweit einzigartige Museum für Medizinmeteorologie. Am Hauptplatz sieht man einen von Hundertwasser gestalteten Brunnen, der mit dem berühmten "Zwettler Bier" in der Zwischenzeit zu den Markenzeichen der alten Kuenringer-Stadt gehört. Zwettl liegt im geografischen Mittelpunkt des Waldviertels. Ob der Besuch der Biobauern am Edelhof geplant ist, eine Fahrt mit der Schmalspurbahn, Tauchen im Ottensteiner See, Boot fahren am Stausee Rastenfeld, eine Baumschau in der Eichenallee, eine Bierverkostung oder die "Steinerne Stiege" - alles wird zum Vergnügen.

Der Weg zur Quelle:#

Man fährt in Richtung Zentrum (2. Kreisverkehr links), bei der Feuerwehr vorbei. Links in die Ottenschläger Straße (B 36) einbiegen, den Kamp überqueren und unmittelbar nachher rechts in die Hauensteinerstraße hineinfahren; hier überquert man erneut den Kamp. Unmittelbar nach der Brücke links halten, die Bründlkirche liegt ca. 200 Meter weiter auf der rechten Seite. Es ist ein stiller Platz um Ufer des Flusses, der Verkehr hält sich in Grenzen.

Allgemeines:#

Hirtenknaben sollen hier eine Marienstatue in der Quelle gefunden haben, seit 1770 ist eine hölzerne Kapelle beim Bründl nachgewiesen. Nach reichlichen Opfergaben wurde sie 1846 durch einen Steinbau ersetzt und 1896 erweitert; die alte Kapelle ist als Presbyterium einbezogen. Man legte in der Folge eine Mariengrotte an und ersetzte den alten Kultgegenstand durch eine Lourdesstatue. In der alten Kapelle befanden sich noch viele Votivgaben und Danksagungen für Gebetserhörungen. Vor 100 Jahren kamen noch jährlich 142 Prozessionen, so bekannt war dieser Kultplatz im Waldviertel.

Die Quelle:#

"Gnadenquelle sei gegrüßt", steht in der reizenden Kapelle, die auf dem Felsen über der Grotte steht. Das Wasser entspringt unmittelbar neben dem Kirchlein und wird über ein kurzes Rohr bis zum Auslass geleitet. Sie fließt nicht mehr ständig, sondern hat einen Hahn. Im Winter wird das Wasser abgesperrt, damit nichts einfrieren kann, die Schüttung ist offenbar nicht mehr hoch genug. Im Wallfahrerbuch findet man das "Danke" vieler Besucher.

Das Wasser:#

"Meine Großmutter hat schon g'sagt, wenn du kein Halsweh haben und nicht krank werden willst, dann trink ein Schluckerl aus der Quelle und wisch dir die Augen aus. Mein Leben lang hab ich's gemacht und jetzt gehen schon meine Enkelkinder mit mir und machen's auch. Es hat schon viele Situationen gegeben, wo es ohne die Hilfe der Gottesmutter nicht weiter gegangen wär ..." Das Wasser ist kalt und bleibt in Glasflaschen sehr lange frisch. Es schmeckt mild und unspezifisch. Eine Abfüllung (ausgenommen im Winter) ist schnell möglich.

Landschaft Waldviertel



'© "Heilige Quellen in Österreich"' von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.