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Computergames#

von Aran Mohammad; BG/BRG Pestalozzi, 3a; Betreuung: Nöres; 22 Punkte;

Ein Computerspiel ist ein Computerprogramm, das einem oder mehreren Benutzern ermöglicht, interaktiv ein durch implementierte Regeln beschriebenes Spiel zu spielen. Stellvertretend wird in der Umgangssprache auch der Begriff "Game" verwendet (vom englischen Wort für Spiel). Ebenfalls umgangssprachlich bezeichnet "Computerspiel" vornehmlich Spielesoftware für Personal Computer (PC-Spiele).

Zu den ersten Computerspielen gehörten Pong (1970), Pac-Man (1980), Tetris (1984) und Super Mario (1985). Alle vier sind Geschicklichkeitsspiele, die eine so große Faszination ausüben, dass sie eine Zeit lang sehr beliebt waren und auch heute noch auf vielen Smartphones, Consolen in Flugzeugen, usw., überleben. Es sind eigentlich Einpersonenspiele, obwohl man mit anderen in Wettbewerb (um möglichst viele Punkte zu erreichen) treten kann. Die drei zuletzt erwähnten "Klassiker" finden sich z.B. gratis spielbar mit einer Anleitung und ihrer Geschichte im Web auf http://www.gamesbasis.com oder anderen Spielpaltformen wie http://www.kostenlosspielen.net.

Ab 1986 begann der Boom der Abenteuer Spiele mit Space Quest (1986). Bei diesen geht es darum, zum Teil recht verzwickte Aufgaben in ungewöhnlichen Szenarien (in Raumschiffen, auf anderen Planeten, in anderen Zeiten, im Rotlichtmilieu, bei der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes, usw.) zu lösen. Viele dieser Spiele erfordern logisches Denken, Phantasie, Aufmerksamkeit und haben durchaus beachtliche Lerneffekte, die sogar von Firmen zu Ausbildungszwecken verwendet wurden und werden: wo z. B. bei komplexen Flugsimulatoren die Grenze zwischen Spiele und Pilotentraining zu ziehen ist, fällt nicht leicht.

Während also Spiele, die die Reaktionsgeschwindigkeit, die Hand-Augen Koordination oder das Denken schulen, ja selbst Bildungsmaterial liefern, in vielen Berichten durchaus positiv bewertet werden, hat eine große Anzahl von Spielen starke kämpferische, kriegerische und gewalttätige Komponenten, deren Einfluss auf die Spieler als sehr viel ambivalenter gesehen werden muss, siehe z.B. Quelle 4. Manchmal wird argumentiert, dass man mit solchen Spiele latente Gewalttätigkeit abbauen kann, aber auch das genau Umgekehrte wird oft behauptet. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen werden zwei der bekanntesten Kriegsspiele näher besprochen, wodurch man sich vielleicht ein eigene Meinung bilden kann.

Die meísten Spieler ("Gamer") haben eine Konsole wie eine Playstation 3 oder eine XBOX 360, weil ein Gaming PC oder ein Laptop zu teuer ist. Zu den beliebtesten Konsolenspiele gehören Kampfspiele ("Ego-Shooter") wie Modern Warfare 1, 2 und 3 und Black Ops 1 , 2 . Als Grund, dass immer mehr Menschen sich solche Shooter-Spiele kaufen, wird oft angegeben, dass die Spieler so "ihre Wut rauslassen können" und Spaß daran haben, interaktiv an durchaus brutalen aber spannenden Abenteuern mitzuwirken.

Die Firmen, die MW1, MW2 und MW3 entwickelt haben, sind Infinite Award Sledge Hammer und Activision; und Black Ops1 und 2 stammen von der Firma Treyarch: Diese Firmen verdienen mit solchen "Shooterspielen" viele Millionen pro Jahr. Jedes Jahr kommt ein neues Shooterspiel heraus, worauf sich Fans freuen und für eine Vorbestellung sogar bereit sind, mehr zu zahlen.

Schon allein 2009 machten die Entwickler von "Activision und Infinite Award" ca. 300 Millionen Euro Umsatz mit Modernwarefare 2. Der vollständige Name von MW1 , 2 und 3 ist Call of Duty Modern Warfare 1 , 2 und 3.

Zu diesen Shooterreihen gibt es auch viele Zuatzpakete, die die Spiele, das man besitzt, nochmals erweitern.

Modernwarfare 3 und Black Ops 2 sind zwei der beliebtesten Shooterspiele. MW3 bietet eine ca. 7 stündige Kampagne, einen Spezialeinheit-Modus, den man zu zweit oder allein spielen kann und einen sehr tollen, aber anerkannt aggressiv machenden Multiplayer-Modus. Der Multiplayer Modus tendiert dazu, Spieler in manchen Situationen wütend oder aggressiv zu machen, weil manche andere Spieler Geheimwaffen ( "Randoms") oder "Superwaffen" (Overpowered Weapons) und noch dazu recht hinterhältig verwenden, indem sie sich z.B. in eine dunkle Ecke stellen und warten bis jemand vorbeikommt, der dann einfach zu töten ist, besonders "ärgerlich" wenn man fast im Begriff war eine wichtige "Mission" zu erledigen.

Eine der meist verwendeten Waffen ist die ACR 6.8, eine besonders mächtige Version eines Sturmgewehrs. Die ACR mit Schalldämpfer und erweitertem Magazin gilt als einer der präzisesten Sturmgewehren in MW3. Eine der "Superwaffen" ist auch die MP7, eine Maschinenpistole mit hoher Feuerrate. Die MP7 mit Schalldämpfer und Schnellfeuer ist für Gegner sehr gefährlich: man überstreicht damit den Ort, wo man den Feind vermutet mit Dauerfeuer, bis dieser getroffen und getötet wird. Technisch gesehen braucht man zum Tötem also kaum mehr zu zielen.



In Black Ops 1 und Black Ops 2 ist der Einsatz von Waffen besser geregelt, aber diese sind auch noch mehr entwickelt als in MW3. Modernwarfare 4 und Call of Duty Ghost sind für den Herbst 2014 angekündigt. Sie werden von Fans sehnsüchtig erwartet. Für viele Gegner ist es hingegen unverständlich, dass solche kriegerischen Spiele nach wie vor ohne wirkliche Einschränkungen verfügbar sind.



"Natürlich" gibt es weitere beliebte Shooterspielreihen, wie etwa "Battlefield" der Firma Eletronic Arts .



Battlefield ist einer der realistischsten Shooter. Die Waffen, Fahrzeuge und Flugzeuge verhalten sich angeblich wie im realen Leben. Ob man wirklich hunderttausende Menschen zu Tötungsmaschinen ausbilden soll wird angesichts des wirtschaftlichen Erfolgs kaum untersucht.

Im Gegensatz zu "Call of Duty" ist die Lebensregeneration in Battlefield 3 anders. Wenn man eine Attacke von einem Gegner überlebt, dauert es in "Call of Duty" nur ein paar Sekunden bis man geheilt ist. In Battlefield dauert es wesentlich länger: man kann in Battlefield 3 von einem "Medic" (Arzt) wiederbelebt werden. Dieser deponiert dafür ein "Medipack", das man zur raschen Wiederbelebung verwenden kann. In Battlefield 3 gibt es also mehrere Klassen von Spielern: "Medics" können wiederbeleben und heilen, "Aufklärer" sind Scharfschützen, die auch Machinenenpistolen verwenden dürfen; "Unterstützer" bringen Nachschub, "Pioniere" können Geräte bauen oder beschädigte reparieren, usw.



Um einen Eindruck über die erwähnten Kriegsspiele zu gewinnen genügt wohl ein Blick auf Bilder aus diesen


Recherche zum Thema Computergames#



  • Quelle 3: Medien und Kommunikation. In: Sehen, Staunen und Wissen. Gerstenberg, Hildesheim 2000.

  • Quelle 4: Raschke, Melanie: "Im Computerspiel bin ich der Held." Wie virtuelle Welten die Identitätsentwicklung von Jugendlichen beeinflussen; Diplomica Verlag 2007