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Fürst, Paul Walter#

* 25. 4. 1926, Wien

† 1. 3. 2013, Wien


Bratschist und Komponist


Paul Walter Fürst wurde am 25. April 1926 in Wien geboren.

Er studierte an der Wiener Musikhochschule Violine bei Willibald Boskovsky und Harmonielehre bei Joseph Marx. Danach begann er 1951 als Solobratschist beim Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester. Es folgten Engagements bei den Münchner Philharmonikern (1954 bis 1961) und ab 1961 bzw. von 1962 bis 1990 bei dem Wiener Staatsopernorchester und ab 1962 bei den Wiener Philharmonikern.


Seine kompositorische Tätigkeit begann Paul Walter Fürst bereits im Gymnasium. Sein Schaffen umfasst u.a. Kompositionsaufträge der Wiener Festwochen, des Brucknerfestes Linz und des ORF.

Zu seinen Werken zählen u. a. Kammermusik mit Schlagwerk, Kammermusik für Bläser, "Farbspiele", in denen Fürst mit einer Vielfalt instrumentaler Kontraste arbeitete oder "Orchestron IV", eine Verschmelzung der Worte Orchester und Orchestrion. Für Musiktheater entstanden das Ballett "Dorian Gray" und die Oper "Catalina Homar".

Einem spezifischen kompositorischen System war er nie verhaftet - auch Elemente des Jazz finden sich innerhalb seiner freitonalen Tonsprache.


Paul Walter Fürst war auch als Funktionär vieler Institutionen tätig. So war er 1969 bis 1982 sowie 1984 bis 1990 Geschäftsführer der Wiener Philharmoniker, außerdem u.a. Präsident der Österreichischen Interpretengesellschaft, Präsident der Sektion Musiker und Vorsitzender in der Gewerkschaft Kunst, Medien, Freie Berufe und ab 1998 Präsident der AKM.

Paul Walter Fürst, der langjährige Geschäftsführer der Wiener Philharmoniker, starb in der Nacht auf 1. März 2013 im 87. Lebensjahr.

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)#

  • Verleihung des Titels "Professor", 1970
  • Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 1980
  • Preis der Stadt Wien für Musik, 1994
  • Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien, 2001

Werke (Auswahl)#

  • Dorian Gray, 1963 (Ballett)
  • Orchesterwerke, Kammermusik, Chorwerke

Quellen#



Redaktion: I. Schinnerl