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Landsteiner, Karl#


* 14. 6. 1868, Baden bei Wien

† 26. 6. 1943, New York


Pathologe und Serologe
Nobelpreisträger


Ladensteiner, Karl
Karl Landsteiner in seinem Labor. Foto.
Ch. Brandstätter Verlag, Wien, für AEIOU

Karl Landsteiner, Sohn des Journalisten und Zeitungsherausgebers Leopold Landsteiner, besuchte das Staatsgymnasium Wasagasse in Wien Alsergrund und begann 1885 Medizin, daneben aber auch Chemie an der Universität Wien zu studieren. 1891 promovierte er zum Dr. med., arbeitete 1892-94 als Chemiker bei E. Fischer in Würzburg, bei E. v. Bamberger in München und bei A. Hantzsch in Zürich.


Nach seiner Rückkehr nach Wien 1894 arbeitete er kurzzeitig an der I. Chirurgischen Universitätsklinik, wo er eine Ausbildung in Chirurgie u.a. auch bei Theodor Billroth absolvierte. 1896 ging Landsteiner als 2. Assistent zu M. v. Gruber an das Hygienische Institut in Wien. Von 1897 bis 1908 arbeitete Landsteiner als Prosektor am Wiener Pathologisch-Anatomischen Institut bei A. Weichselbaum.

1903 habilitierte er sich für pathologische Anatomie, 1908 bis 1920 war Landsteiner dann Prosektor am Wilhelminenspital, 1911 erhielt er eine Stelle als außerordentlicher Professor in Wien.

1916 heiratete Landsteiner Leopoldine Helene Wlasto; ihrer beider Sohn Ernst Karl wurde 1917 geboren.

Ladensteiner Uni Arkaden
Porträt von Arnold Hartig
Universität Wien, Arkadenhof
© Rainer Lenius
Nach Ende des 1. Weltkriegs folgte Landsteiner einer Berufung nach Den Haag und 1922 an das Rockefeller-Institut in New York, an dem er bis 1939 wirkte. 1927 entdeckte er mit P. Levine die Blutfaktoren M, N und P und konnte bald darauf bereits 36 Typen des menschlichen Bluts nachweisen. 1930 erhielt er den Nobelpreis für Medizin. 1940 entdeckte er (mit A. S. Wiener) den Rhesusfaktor.


Landsteiner wird als bescheidene, selbstkritische Persönlichkeit geschildert, der sich in zunehmendem Maße auf seine wissenschaftliche Arbeit zurückzog. Außerdem war er war ein ausgezeichneter Pianist; in seinem Salon hatte er einen großen Bechsteinflügel.


In den letzten Jahren seines Lebens widmete Landsteiner sich intensiv der Onkologie, um seiner an Schilddrüsenkrebs erkrankten Frau Helene zu helfen. Kurz nach seinem 75. Geburtstag erlag er einem Herzinfarkt; seine Frau überlebte ihn noch um etwa sechs Monate. Beide wurden in Nantucket beigesetzt, wo die Familie oft ihre Sommer verbrachte.


1000 Schilling-Note
1000 Schilling-Note
Die letzte Ausgabe der 1000-Schilling Banknote (von 1997 bis zur Einführung des Euro 2002) zeigte das Porträt von Karl Landsteiner.


Sein Porträtrelief von Arnold Hartig ist im Arkadenhof der Universität Wien zu finden; im 4. Wiener Bezirk ist ihm ein Park gewidmet; Gedenktafeln sind am Pathologischen Institut (Wien 9, Spitalgasse 4), an der Prosektur des Wilhelminenspitals, Pavillon 31, an der Schwesternschule des Wilhelminenspitals (beides Wien 16, Montleartstraße 37) sowie am Personalwohnheim (Montleartstraße 43-45) und am Wasa-Gymnasium (Wasagasse 10, in Wien 9, wo er 1885 maturierte) angebracht.


Ladensteiner, Pav. 31
Wilhelminenspital, Pavillon 31
© Rainer Lenius
Landsteiner, Pav. 31
Schwesternschule Wilhelminenspital
© Rainer Lenius
Landsteiner, Personalwohnheim Wilhelminenspital
Personalwohnheim Wilhelminenspital
© Rainer Lenius
Landsteiner, Pathologisches Institut
Pathologisches Institut
© Rainer Lenius
Landsteiner, Wasagymnasium
Wasagymnasium
© Rainer Lenius

Text aus dem "Fachlexikon Forscher und Erfinder", Nikol Verlag, Hamburg#

Landsteiners Interesse für Serologie und Immunologie, wo er besonders wichtige Beiträge lieferte, wurde schon während der Assistentenzeit bei Gruber geweckt. Im Jahr 1900 fand Landsteiner, dass die beim Mischen von Blut zweier Menschen in zahlreichen – aber nicht allen – Fällen auftretende Zusammenballung (Agglutination) der roten Blutkörperchen nicht regellos und wie bisher angenommen bevorzugt bei Kranken oder als Krankheitsfolge auftritt, sondern ein physiologisches Phänomen ist, das auf charakteristischen individuellen Differenzen des Blutes der verschiedenen Menschen beruht.

Die erste Mitteilung darüber gab Landsteiner in der Fußnote zu einer Veröffentlichung bekannt: In der 1901 veröffentlichten Arbeit „Über Agglutinationserscheinungen normalen menschlichen Blutes“ unterschied Landsteiner drei Blutgruppen A, B und C (später 0); seine Mitarbeiter Alfred von Decastello-Rechtwehr und Adriano Sturli fanden noch die Blutgruppe AB.

Landsteiner entwickelte die Technik der Blutgruppenbestimmung und erklärte die Agglutination durch Antikörper im Serum, die gegen rote Blutzellen einer anderen Blutgruppe wirken. Andere Forscher, wie der Tscheche J. Jansky, machten ähnliche Anziehungen, konnten aber die Blutgruppenlehre nicht zum wissenschaftlichen Allgemeingut machen.

Die Erforschung der Blutfaktoren bildete eine wichtige Voraussetzung für die gefahrlose Bluttransfusion beim Menschen, deren weite Anwendung sich allerdings erst im ersten Weltkrieg durchsetzte. Entscheidend war noch, dass R. Lewisohn 1914 durch Citrat-Zusatz die Koagulation des Blutes verhindern und Blut für gewisse Zeit konservieren konnte. Die Erblichkeit der Blutgruppen und damit ihre Zurückführung auf Erbfaktoren (Gene) wurde nach 1924 durch E. von Dungern, F. Bernstein und Ludwik Hirszfeld zu klären versucht.

Im Verlauf ihrer Untersuchungen fanden Landsteiner und seine Mitarbeiter noch andere Blutfaktoren und Untergruppen der Blutgruppen. Hierzu gehörten die irregulären Agglutine Alpha 1 u. und Alpha 2 und die Faktoren M, N und P. Damit erweiterte Landsteiner den Anwendungsbereich erheblich. Menschenblut, auch Blutflecke, individuell ebenso verschieden wie Fingerabdrücke, konnte für forensische Zwecke genutzt werden.

Besonders wichtig war die Entdeckung des Rh-(Rhesus-)Faktors (1940) bei Affen; sie gelang Landsteiner mit A. Wiener und Ph. Levine. Der letztere erkannte, dass der auch beim Menschen auftretende Faktor durch Zerstörung des Hämoglobins schwere Komplikationen, sogar Gehirnschädigung beim Fötus, hervorrufen kann, wenn eine Rh-negative Mutter mit einem Rh-positiven Fötus schwanger ist, weil sie gegen den Rh-Faktor Antikörper bildet.

Landsteiner suchte auch die chemischen Grundlagen der Immunreaktionen aufzuklären und festzustellen, welche Stoffe bzw. Stoffkombinationen als Antigene wirken.

Von Bedeutung waren auch Forschungen Landsteiners über Infektionskrankheiten. Unabhängig Von J. Metschnikow und W. Roux gelang Landsteiner 1905/06 zusammen mit E. Finger, die Syphilis auf Affen zu übertragen, was eine der Voraussetzungen für die experimentelle Syphilisforschung war.

Landsteiner klärte die Grundlagen für den Wassermann-Test zum Syphilis-Nachweis und konnte ihn 1907 so verbessern, dass die allgemeine Verwendung dieses Tests möglich wurde. Zusammen mit V. Mucha beobachtete Landsteiner erstmals die von F. R. Schaudinn entdeckte Syphilis-Bakterien im Dunkelfeld des Mikroskops. Er wies die Übertragung der Syphilis-Erreger mit dem Affensperma nach.

1908 konnte Landsteiner durch die Injektion eines Gehirn- und Rückenmarkbreies von einem an Poliomyelitis (Kinderlähmung) gestorbenen Kind diese Krankheit erstmals auf Rhesusaffen übertragen und mit C. Levaditi zusammen eine Serumdiagnose ausarbeiten. Ein Erreger der Poliomyelitis fand sich nicht, weshalb sie als Viruskrankheit gelten musste.

Für diese bahnbrechenden Erkenntnisse, die als Grundlage für die Polio-Bekämpfung dienten, wurde er posthum in die „Polio Hall of Fame“ in Warm Springs (Georgia) aufgenommen. Landsteiner züchtete auch erstmals den Erreger des amerikanischen Fleckfiebers, Rickettsia prowazeki.


Teile des biografischen Textes wurden dem Austria Forum freundlicherweise seitens Nikol Verlag, Hamburg, und Harri Deutsch Verlag, Frankfurt a.M., zur Verfügung gestellt. (www.nikol-verlag.de, www.harri-deutsch.de)


--> Sonderpostmarke 1968, 100. Geburtstag (Briefmarken)
--> Denkmal Arkadenhof der Universität (Denkmale)
--> Historische Bilder zu Landsteiner Karl (IMAGNO)


Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl):

  • 1926 Hans-Aaronsohn-Preis
  • 1930 Nobelpreis für Physiologie und Medizin


  • Seit 1988 vergibt die "Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie" (ÖGAI) jährlich den "Karl Landsteiner Preis" für hervorragende wissenschaftliche Publikationen auf dem Gebiet immunologischer Grundlagenforschung.
  • Landsteiners Geburtstag gilt seit 2004 als der "Weltblutspendetag"


Werke (Auswahl:)

  • Über Agglutinationserscheinungen normalen menschlichen Blutes. In: Wiener Klinische Wochenschrift 14 (1901), 1132-1134
  • Über die Verwertbarkeit individueller Blutdifferenzen für die forensische Praxis. In: Zeitschrift für Medizinalbeamte, 1903
  • Über die Abhängigkeit der serologischen Spezifität von der chemischen Struktur, 1918
  • Spezifische Serumreaktionen mit einfach zusammengesetzten Substanzen bekannter Konstitution, 1920
  • Serologische Studien über das Blut von Menschenaffen, 1925
  • On Individual Differences in Human Blood, 1928
  • Die Blutgruppen und ihre praktische Bedeutungbesonders für die Bluttransfusion, 1930
  • Die Spezifität der serologischen Reaktionen (Berlin 1933, Neuaufl. 1962)
  • (mit Alexander Solomon Wiener) An agglutinable factor in human blood recognized by immune sera for Rhesus blood. In: Proceedings of the Society of Experimental Biology and Medicine, 43 (1940), 223


Literatur:

  • Speiser, Paul: Karl Landsteiner: Entdecker der Blutgruppen. Biographie eines Nobelpreisträgers aus der Wiener Medizinischen Schule. Verlag Hollinek 1961 (neu 1975)
  • Vergleiche hierzu den Essay in: Dietmar Grieser, Heimat bist du großer Namen – Österreicher in aller Welt, Amalthea, Wien-München 2000.

Text aus dem Buch "Große Österreicher":#

Karl Landsteiner (1868-1943)

Als er 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt, konnte man in einer Wiener Zeitung lesen, Karl Landsteiner habe »die Charakterzüge eines großen Gelehrten: persönliche Liebenswürdigkeit und eine bis zur Publizitätsscheu gediehene Bescheidenheit, eine ausschließlich auf das Werk konzentrierte Persönlichkeit, die sich vor »der Welt ohne Haß verschließt«.

Was die Konzentration auf die Arbeit betrifft, konnten alle, die ihm nahestanden, ein Lied davon singen: seine Frau, die viele Jahre lang eine »ewige Braut« gewesen war, weil er sich ob seiner freiwilligen Arbeitslast nicht und nicht zur Gründung einer Familie entschließen konnte und erst 1916 als Achtundvierzigjähriger vor den Traualtar trat. Freilich: als dann sein Sohn geboren wurde, erwies er sich als vorbildlicher, höchst besorgter Vater, der - man schrieb das letzte Kriegsjahr, und es herrschte allenthalben Mangel - eine Ziege erwarb, um frische Milch im Haus zu haben, eigenhändig Krauter sammelte, um daraus Ersatzspinat zu kochen, und ein Haus in Purkersdorf gekauft hatte, damit der Kleine nicht in der Stadtluft des neunten Wiener Gemeindebezirks aufwachsen mußte. Leopoldine Helene ging in ihrer Liebe zu ihm so weit, daß sie, die Mesnerstochter, ihre angestammte griechisch-orthodoxe Kirche verließ, um dem mosaischen Ehemann auch religiös näher zu sein.

Die Publizitätsscheu war ihm nicht in die Wiege geschrieben, im Gegenteil: sein Vater Leopold Landsteiner war einer der bedeutendsten Journalisten seiner Zeit, namhafter Redakteur der alten »Presse«, Gründer der »Österreichischen Reichszeitung« und der »Morgenpost«, auch er übrigens bereits 50 Jahre alt, als der ersehnte Sohn geboren wurde. Wegen einer Eintragung über seine Beschneidung in Wien galt lange Zeit die Hauptstadt als Geburtsort Karl Landsteiners - die neuere Forschung fand heraus, daß er am 14. Juni 1868 in Baden das Licht der Welt erblickt hat, wo Leopold Landsteiner und seine Frau jahrelang die Sommer verbrachten. Der Vater starb früh, das Verhältnis zur Mutter war entsprechend eng; ihre Totenmaske hing bis zu Landsteiners Tod in seinem Schlafzimmer. Er maturierte im heutigen Wasagymnasium in Wien mit Vorzug - aber das dritte medizinische Rigorosum hat er 1889 nur mit »genügend« absolviert, obwohl er damals schon sieben selbständige wissenschaftliche Arbeiten vorweisen konnte.

Chirurgische Klinik und Hygieneinstitut waren erste Stationen. 1887 wurde er Assistent am Pathologisch-anatomischen Institut, wo er zehn Jahre blieb und 3 639 Obduktionen durchführte. Sein Interesse galt aber vor allem der Serologie. Sein Schüler Sturli berichtet, daß er ihn einmal 1901 gebeten hatte, mit Landsteiner im Labor arbeiten zu dürfen. Am Silvesterabend ging sein Wunsch in Erfüllung - ausgiebiger, als er gewollt hatte. Der Nachmittag ging vorüber, der Abend brach an, der Jüngere wollte eigentlich in einer fröhlichen Runde das neue Jahr erwarten, aber »Landsteiner war freundlichst unerbittlich, und so mußte ich nach seinen Weisungen weiter Blutkörperchen waschen, verschiedene Sera vermischen, abzentrifugieren und so weiter«, bis in den späten Abend hinein.

Daß Blut ein »besonderer Saft« ist, war schon dem jungen Arzt Landsteiner klar. Die große Entdeckung seines Lebens - die Blutgruppen - machte er im Grunde schon im Jahr 1901, wertete sie aber erst relativ spät aus. Seine Habilitationsschrift 1902/03 galt den »trüben Schwellungen«, während der Wiener Jahre bis 1920 arbeitete er als Prosektor (ab 1908 am k. k. Wilhelminenspital). Das Wien nach dem Zusammenbruch der Monarchie konnte ihm nicht die nötigen Voraussetzungen für seine wissenschaftliche Arbeit bieten, die Laboreinrichtungen waren heillos veraltet, das Forschungsbudget nicht genügend. So ging er zuerst nach Holland, dann (1923) an das Rockefeller Institute in New York, wurde schließlich 1929 amerikanischer Staatsbürger. Doch die Bindung an Österreich blieb eng - es war denn auch Wagner von Jauregg, Nobelpreisträger von 1927, der ihn 1929 für die höchste wissenschaftliche Ehrung vorschlug und damit Erfolg hatte. »Für die serologischen und immunologischen Arbeiten, insbesondere die Entdeckung der Blutgruppen des Menschen«, wurde ihm der Nobelpreis zuerkannt. Landsteiner hat aber auch mit der Übertragung des Erregers der Kinderlähmung auf Affen die Grundlage für die spätere Entdeckung des Serums gelegt, die Wassermann-Methode in der Syphilis-Forschung modifiziert und schießlich 1940 den Rhesusfaktor entdeckt, was erst sein Schüler Levine ausgewertet hat.

Neben der Medizin hatte ihn stets die Chemie fasziniert; als Jungarzt absolvierte er Studien in Berlin, München und Zürich, im Alter suchte er Kontakt mit amerikanischen Chemikern. In seinen letzten Lebensjahren galt seine Aufmerksamkeit auch der Onkologie, freilich aus einem traurigen menschlichen Grund: seine Frau litt an einer bösartigen Geschwulst an der Schilddrüse, und um ihr helfen zu können, studierte er maligne Geschwülste, freilich ohne den ersehnten Erfolg. Leopoldine Helene hat ihn nur um wenige Monate überlebt, nachdem er 1943 im Labor einen Herzanfall erlitten und am 26. Juni gestorben war. Seite an Seite wurden die beiden Eheleute in Nantucket beigesetzt.

Auch nach vielen Jahren in Amerika hat sich Landsteiner als Europäer gefühlt - Deutsch gesprochen hat er allerdings vor allem dann, wenn er grantig war, registrierten seine Schüler. Ein gewisses weltbürgerliches Verständnis war ihm von Jugend auf gegeben, war wohl Erbteil seines Vaters und ist bestärkt worden durch das Milieu seiner Kindheit, ebenso wie das Musische.

Karl Landsteiner war ein ausgezeichneter Pianist. Der Bechstein-Flügel war das Herzstück seines Salons. Ein Pariser Kollege, der als Geiger durchaus erfolgreich dilettierte, stellte neidlos fest: »Von uns beiden war es Karl, der ein wirklicher Musiker war.« Gleichzeitig war er allen Naturwissenschaften gegenüber aufgeschlossen - er sei der einzige Mediziner gewesen, der Einsteins Relativitätstheorie nicht nur studiert, sondern auch verstanden habe, sagte man von ihm. Privat las er aber auch gern gute Kriminalromane - stets in aller Heimlichkeit, weil er derlei als »eigentlich unter meiner Würde« empfand, einer Würde, die er schon äußerlich ausstrahlte: Karl Landsteiner war, wie ihn ein Freund beschreibt, »ein Hüne von Gestalt, kräftig, mit herabhängendem Schnurrbart und einem vergeistigt-forschenden Blick«; die Bilderbucherscheinung eines großen Naturforschers.

Quellen#

  • AEIOU
  • Karl Landsteiner Gesellschaft
  • "Fachlexikon Forscher und Erfinder", Nikol Verlag, Hamburg, Harri Deutsch Verlag, Frankfurt a.M.
  • Große Österreicher, ed. Th. Chorherr, Verlag Ueberreuter, 256 S.
  • 625 Jahre Universität Wien
  • F. Czeike: Historisches Lexikon Wien


Redaktion: J. Sallachner