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Steyrer, Kurt#

* 3. 6. 1920, Linz

† 16. 7. 2007, Wien


Facharzt für Dermatologie
Umwelt- und Gesundheitsminister (1981-1985), Präsidentschaftskandidat


Kurt Steyrer wurde am 3. Juni 1920 in Linz geboren.

Nach dem Besuch der Volksschule besuchte er das Realgymnasium in Linz und maturierte mit Auszeichnung im Jahr 1938. Anschließend musste er zum Arbeitsdienst und zur Luftwaffe einrücken. Er hatte die Möglichkeit, in Wien das Medizinstudium zu beginnen und nach einem Fronteinsatz in Russland im Jahr 1943 in Prag fortzusetzen, wo er am 10. April 1945 promovierte.

1946 heiratete er Johanna, gemeinsam hatten sie zwei Söhne, Kurt und Michael, die als erfolgreiche Dermatologen in Wien wirken. Nach seinem Medizinstudium trat er 1946 der SPÖ und der Sozialistischen Ärztevereinigung bei, deren Obmann er von 1963 bis 1968 war. In der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten war er Spitalärztevertreter von 1949 bis 1951.

1951 eröffnete er eine Facharztpraxis für Dermatologie und war von 1952 bis 1981 Betriebsarzt bei der Simmering Graz Pauker AG. Von 1966 bis 1981 gehörte er auch dem Landessanitätsrat Wien an. 1975 wurde er als Wiener SPÖ-Abgeordneter in den Nationalrat gewählt. Im Jänner 1981 holte ihn der damalige Bundeskanzler Bruno Kreisky als Bundesminister für Gesundheit und Umweltschutz in sein Kabinett (bis 1985). 1986 war er vom damaligen SPÖ-Vorsitzenden Fred Sinowatz zur Kandidatur für das Präsidentenamt gedrängt worden - und verlor gegen Kurt Waldheim in der Stichwahl. Danach zog er sich kurzfristig ins Privatleben zurück, feierte dann ein "Comeback" als Seniorensprecher im Wiener Landtag. Im Dezember 1988 trat Steyrer endgültig in den politischen Ruhestand.

Trotzdem wurden ihm weiterhin viele mit Alter und Ehre verbundene Funktionen übertragen, so beim BSA, im ARBÖ (Präsident 1987-1989), bei Pensionistenorganisationen oder Sportvereinen.
Zuletzt setzte er sich als Vertreter des Pensionistenverbandes im "Fonds Gesundes Österreich" für die Anliegen älterer Menschen ein.

Dr. Kurt Steyrer starb am 16. Juli 2007, er hinterließ eine Ehefrau und zwei erwachsene Söhne.

Weiterführendes#

Quellen#

  • AEIOU
  • Republik Österreich / Parlament


Redaktion: I. Schinnerl