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2. Internationaler Kongreß für katholische Kirchenmusik#

Sonderpostmarke

Der 2. Internationale Kongreß für Kirchenmusik fand von 4. bis 10. Oktober 1954 in Wien zu Ehren des am 29. Mai dieses Jahres heiliggesprochenen Papstes Pius X. statt. Die aus diesem Anlaß erschienene Sonderpostmarke zeigt als Markenmotiv die große Orgel am hinteren Musikchor der Kirche in St. Florian, Oberösterreich, und im Vordergrund einen musizierenden Putto. Gegenstand dieses Kongresses war "Die katholische Kirchenmusik 50 Jahre nach dem Motu proprio Pius X. im Aufbruch einer neuen Zeit". Papst Pius X. wurde als Joseph Sarto am 2. Juni 1835 im damals noch österreichischen Venetien geboren. Schon in den Anfängen seiner geistlichen Laufbahn widmete Sarto der Kirchenmusik seine besondere Aufmerksamkeit. Immer wieder griff er reformierend ein, vor allem als Patriarch von Venedig (1893 bis 1903). Krönung dieser Bestrebungen zur Hebung der Kirchenmusik wurde das am 22. November 1903, drei Monate nach seiner Wahl zum Papst, erlassene Motu proprio "Inter pastoralis offici" (die Sorgen des Hirtenamtes). Damit schuf er nach eigenen Worten ein Gesetzbuch für Kirchenmusik. Der 2. Internationale Kongreß für katholische Kirchenmusik hatte seine wissenschaftliche Arbeit im Sinne des Motu proprio in zehn Themenkreise geteilt: Die Musik der Ostkirchen, Gregorianik, Vokalpolyphonie, instrumentale Kirchenmusik, Liturgie und Volksgesang, Orgel, neue Kirchenmusik, Kirchenmusik als Beruf, Erziehung zur Kirchenmusik und Organisation der Kirchenmusik.