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Internationaler Jagdratkongreß in Wien#

Sonderpostmarkenserie

Auch das Wildschwein ist seit jeher ein von Jägern begehrtes Tier. Seinem schwarzgrauen, borstigen Fell verdankt es die Bezeichnung Schwarzwild. Es ist die Stammform des Hausschweines. Die Männchen, in der Jägersprache Keiler oder Eber genannt, werden bis zu 200 Kilo schwer. Sie besitzen mit ihren scharfen Eckzähnen wirksame Waffen, die allerdings auch zum Zweck der Nahrungssuche, nämlich zum Aufreißen des Erdbodens dienen, um mittels des scheibenförmigen Rüssels Freßbares freizulegen. Die Eckzähne des Oberkiefers heißen Haderer, die des Unterkiefers Hauer. Als Schwarzwild gehört das Wildschwein zu den Allesfressern, besonders beliebt sind Eicheln, mit denen es sich in reichen Fruchtjahren eine dicke Speckschwarte anfrißt. Die Paarungs- oder Rauschzeit fällt in den Spätherbst, das Weibchen, die "Bache", wirft nach vier Monaten Tragzeit bis zu zwölf Frischlinge, die ein längsgestreiftes Jugendkleid tragen. Im Mittelalter war die Jagd auf Wildschweine mit der sogenannten "Saufeder", einem zwei Meter langen Spieß mit breiter, zweischneidiger Endklinge, die man dem anstürmenden Tier entgegenhielt, üblich.