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150. Geburtstag von Franz Liszt#

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Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding bei Ödenburg als Sohn des fürstlich-esterhazyschen Gutsverwalters Adam Liszt geboren. Sein Vater erkannte bereits früh das musikalische Talent des Knaben, dem er auch Klavierunterricht gab, und stellte ihn seinem Dienstgeber Fürst Nikolaus Esterhazy vor. Als erstes Honorar bekam er von diesem für sein bezauberndes Klavierspiel 50 Goldstücke. Zwei weitere Konzerte in Ödenburg und Preßburg machten Förderer auf ihn aufmerksam. Sechs ungarische Magnaten verpflichteten sich, ihm für die Dauer von sechs Jahren eine jährliche Studienbeihilfe von 600 Gulden zu zahlen. Bereits am 1. Dezember gab Franz Liszt sein erstes Konzert im historischen Landtagssitzungssaal des niederösterreichischen Landhauses in der Wiener Herrengasse. Beim zweiten Morgenkonzert im kleinen Redoutensaal am 13. April 1823 war sogar Beethoven gekommen. Der finanzielle Erfolg ermöglichte eine Fortsetzung der Studien in Paris. Der Tod des Vaters, der bis dahin sein steter Begleiter war, traf Liszt am 28. August 1827 schwer. Seine musikalische Karriere war davon aber nicht betroffen. Als größter Klaviervirtuose seiner Zeit feierte er auf unzähligen Konzertreisen in der ganzen Welt große Erfolge. Daneben war er einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit und widmete sich vor allem der Kirchenmusik und der sakralen Komposition. Nach einem ereignisreichen und triumphalen Leben starb Franz Liszt nach kurzer Krankheit am 31. Juli 1886 in Bayreuth.