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100. Todestag von Ferdinand Georg Waldmüller#

Sonderpostmarke

Der Name Waldmüller ist vielfach mit dem Begriff eines klassischen Höhepunktes in der österreichischen Malerei des 19. Jahrhunderts verbunden. Der Künstler gilt auch als bedeutendster Vertreter des liebenswürdigen Biedermeier, zugleich als Vorkämpfer einer naturwahren Wiedergabe, die für ihn oberstes Gesetz der Kunst war, und schließlich erscheint er uns heute als Revolutionär des akademischen Lehrbetriebs. Die äußeren Lebensumstände des 1793 in Wien geborenen Malers zeigen eine starke Verankerung im kleinbürgerlichen Milieu, eine Tatsache, die gewiß für die starke soziale Note seiner Kunst entscheidend war. Waldmüller selbst sah sich als Naturalist. Für ihn war die Natur nicht nur Lehrmeister, sondern wurde auch Gegenstand seiner Gemälde, der Porträts, der Stilleben, des Genre- und natürlich des Landschaftsbildes. Das unerbittliche Streben des Malers nach der letzten Deutlichkeit, der größten Naturnähe und der überzeugenden Wahrheit gibt seinen Werken etwas Kämpferisches und Hartes. Die Anmut der Motive sollte darüber nicht hinwegtäuschen. Waldmüllers Gemälde sind heute Klassiker der Genre- und Landschaftsbilder des 19. Jahrhunderts. Waldmüller starb als 72jähriger am 23. August 1865 in einem Gasthof in Mödling, also inmitten einer Landschaft, die ihn stets in besonderem Maße inspirierte. Die Sondermarke zeigt einen Ausschnitt aus einem Selbstporträt des großen Malers.