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200. Todestag von Peter Anich#

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Der Todestag des Tiroler Bauernkartographen Peter Anich jährt sich heute zum 200. Male. Seine Zeitgenossen bewunderten ihn als "einen der vornehmsten Mathematiker seiner Zeit, einen besterfahrenen und in allen mechanischen Wissenschaften überaus geübten Künstler" und als einen "glücklichen Maschinenerfinder". Geschätzt werden heute noch seine Karten, die in der Entwicklung der Kartographie Meilensteine darstellen. Anich wurde 1723 in dem kleinen Bergdorf Oberperfuss, westlich von Innsbruck, geboren. Obwohl er den Bauernhof übernehmen mußte, bildete er sich am Wochenende an der Universität Innsbruck mühsam und zäh in Mathematik und Astronomie weiter. Anichs erster großer Auftrag war die Anfertigung eines Himmelsglobusses für die akademische Studierstube in Innsbruck. Dieser Globus ist ein Wunder seiner Zeit und führte zum nächsten Auftrag, die Erstellung eines Erdglobusses. Sein Hauptwerk ist jedoch eine Karte Tirols, die er in zwei Teilen erstellte. Jene von Südtirol stellte er noch selbst fertig, inmitten der Arbeiten für die Nordtirolkarte verstarb er plötzlich. Seine Leistung ist umso höher einzuschätzen, wenn man weiß, daß Anich alle Instrumente, die er für seine Vermessungen verwendete, selbst angefertigt hat. Im "Memorial" des französischen Kriegsarchivs wird die Anich-Karte als "eines der besten topographischen Werke seines Jahrhunderts" bezeichnet. Das Markenbild zeigt das Porträt Peter Anichs. Im Hintergrund sind eine Landkarte, ein Globus und Bücher zu sehen.