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Salzburgs alte Schatzkammer#

Sonderpostmarke

Vom 12. Juni bis 15. September 1967 war in den Oratorien des Salzburger Domes eine Ausstellung zu sehen, in der die Schatzkammer des einstigen Hoch- und Erzstiftes Salzburg in ihren ursprünglichen Beständen so weit als möglich rekonstruiert wurde. Die Bedeutung des geistlichen Fürstentums Salzburg, seine Verflechtungen in der europäischen Geschichte und das Wachsen und Werden dieses tausendjährigen Schatzes wurde mit dieser Austellung in seiner kunst- und geistesgeschichtlichen Gesamtaussage beleuchtet. Die ausgestellten Exponate stammten nicht ausschließlich aus den Beständen des Domschatzes, sondern sind Leihgaben aus Florenz, und versprengte Einzelstücke kamen aus öffentlichen oder privaten Sammlungen in Wien, München, London, Mariazell und Esztergom. Mehr als anderthalb Jahrhunderte nach Ende des Erzbistums in der Aufklärung wurde der Versuch unternommen, den in einem Jahrtausend gewachsenen Schatz aus seiner Verstreuung in aller Welt für einige Monate wieder am Entstehungsort zusammenzuholen und somit einen wesentlichen Teil des Lebens in Altsalzburg wiedererstehen zu lassen. Aus den zahllosen Exponaten ist das berühmte Rupertuskreuz, das ehrwürdigste Stück kirchlicher Goldschmiedekunst im Land Salzburg und Motiv dieser Sondermarke, hervorzuheben. Es dürfte um 800 von einem heute unbekannten Künstler geschaffen worden sein.